28.10.2009
Lange Zeit verschwiegen, und von vielen immer noch abgestritten. Die deflationären Tendenzen in unserer Ökonomie sind nicht mehr wegzudiskutieren.
Auch sogar offizielle Statistiken offenbaren seit ca. einem halben Jahr die unbequeme Wahrheit. In den letzten drei von fünf Monaten des Jahres 2009 hatten wir absolut gesehen fallende Preise. Die restliche Zeit war die Preisveränderungsrate stabil bzw. nahezu stabil.
Es ist daher kaum zu fassen, wenn man sieht, wie eigentlich katastrophale Nachrichten zweckoptimistisch umgedeutet werden.
Deflationskrise droht
Angeblich steigende Kaufkraft durch anlaufende Deflation. Zwar ist es richtig, dass das sauer verdiente Geld an Kaufkraft gewinnt, je mehr die Preise fallen. Noch richtiger ist aber jedoch ebenso, dass die Umsätze der Unternehmen durch die Deflation, also die absolut gesehen gefallenen Preise, unter Druck kommen. Dies muß unmittelbar Auswirkungen auf die Löhne der Arbeiter und Angestellten haben. Sie werden in Zukunft, aufgrund gesunkener Umsätze in den Unternehmen deutlich weniger verdienen.
Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit die Konsequenz
Jüngstes Beispiel im Großraum Nürnberg beispielsweise ist das Versandhaus Quelle. Hier wirkt sich die deflationäre Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen bei Unterhaltungselektronik besonders drastisch aus. Die Katalogpreise sind statisch, d.h. können nicht mehr im Nachhinein verändert werden. Die Preise auf dem Gütermarkt jedoch werden permanent nach unten angepasst. Klar, dass man hier an Konkurrenzkraft einbüßt, und pleite gehen muß
Oder denken sie auch an die Versandzentren der Deutschen Post AG. Hier wurde das Arbeitsaufkommen durch Rationalisierung gesteigert, die Arbeitsstunden gekürzt. Und das ohne Lohnausgleich. Und zum 1.Januar 2010 geht es bei den Lohnverhandlungen nicht mehr um Gehaltssteigerungen sondern sogar schon um Gehaltskürzungen.
Lassen sie sich also von der Politik nicht für dumm verkaufen. Ignorieren sie das gesamte Aufschwungsmärchen. 2010 wird für sie das Jahr der Lohnkürzungen und der Massenarbeitslosigkeit werden. Rechnen Sie besser damit, dass diese Krise jetzt erst anfängt und noch keineswegs schon zu Ende ist.
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