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06.06.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Januar 2002: Frankreich drückt Löhne in Deutschland

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Nach der faktischen Pleite von Griechenland und den ebenfalls unlösbaren Problemen Spaniens gerät nun Frankreich ins Visier von Wirtschafs- und Finanzexperten, aber auch von „Anlegern“ und Spekulanten. Auch in Frankreich wird der Staatshaushalt durch die horrenden Kosten für Ausländer belastet. Aber auch großzügige Rentenregelungen und strukturelle wirtschaftliche Schwächen sorgen in unserem Nachbarland für hohe Defizite.
Mit dem aktuellen Präsidenten Sarkozy, einem Juden aus Ungarn, verfügt Frankreich leider nicht mehr über einen Staatsmann von der Größe Charles de Gaulles.
So überrascht es wenig, daß Paris wieder in überwunden geglaubte Zeiten zurückfällt und Deutschland für seine Probleme verantwortlich macht. Die jahrelange Niedriglohnpolitik in der BRD führe zu hohen Handelsüberschüssen und so verschaffe sich Deutschland Vorteile auf Kosten des Auslands. In der Tat ist es richtig, daß in der BRD in den letzten Jahren die Löhne kaum mehr gestiegen sind und der Bürger im Zuge der Euro-Einführung einen gewaltigen Kaufkraftverlust hinnehmen mußten, da Löhne und Renten halbiert wurden und heute das alte DM-Preisniveau erreicht ist.
Aber so ist es nun mal – wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Es ist Frankreich gewesen, welches den Euro haben wollte, um Deutschland ein – wie es eine französische Zeitung schrieb – „Versailles ohne Krieg“ aufzuzwingen. Trotz der gewaltigen Transferzahlungen, mit denen die BRD, Österreich, Luxemburg und die Niederlande – also alle im weitesten Sinne deutschen Länder – die anderen Euro-Staaten alimentieren, kamen diese nicht auf die Beine.
Die angeblichen Vorteile des Euro für die BRD durch den Export sind in Wahrheit – und das wird von den Eurobefürwortern gerne verschwiegen – allerdings teuer bezahlt. Weil die Zinsen der Europäischen Zentralbank am gesamten Euro-Raum ausgerichtet sind, haben die Deutschen seit der Euro-Einführung zu hohe Zinsen bezahlt. Dagegen konnten Griechenland, Spanien und andere Club Med-Staaten mit für sie historisch niedrigen Zinsen in den letzten zehn Jahren die Korken knallen lassen. Jetzt ist die Party zu Ende.
Wir wollen nicht aufrechnen, aber es lohnt sich immer ein Blick in die Geschichte: Es war Frankreich, welches immer den Rhein als „natürliche“ Grenze zwischen sich und Deutschland angestrebt hat und rein deutsche Gebiete mit Feuer und Schwert oder mit List und Tücke französisiert hat: Elsaß und Lothringen, Luxemburg und das Arler Land oder im Norden Südflandern. Aus diesem Grund hat Frankreich seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges Deutschland 42-mal den Krieg erklärt oder ist in unser Land eingefallen. Die einzige Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich im Jahre 1914 war die verhängnisvolle Folge der damaligen Bündnisverstrickungen.

Und noch etwas zu geschichtlichen Wahrheit: Anfang des Jahres 2002 empfahl die EU-Kommission, dieman getrost als Abteilung der französischen Regierung bezeichnen kann, Deutschland und anderen „Hochlohnländern“ (d.h. diejenigen, welche die „armen“ Länder damals und heute finanzierten) die Löhne auf den niedrigeren Europa-Durchschnitt zu drücken. Die wenig originelle Begründung damals: Die schaffe mehr Arbeitsplätze.
Mit der gleichen Begründung fordert Frankreich nun, daß jetzt die Löhne angehoben werden sollen.
Wir Deutsche können tun, was wir wollen, aus der Sicht des „Auslandes“ machen wir immer alles falsch. An dieser Erkenntnis kommt man nicht vorbei, wenn man die Geschichte unseres Volkes objektiv betrachtet.
 

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