16.08.2008

Der Untergang der deutschen Sprache


» Zur Hauptseite wechseln

Hilmar Kopper, vormaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank, wird von der Süddeutschen Zeitung (März 2007) zitiert: "... jeder muss im job permanently seine intangible assets mit high risk neu relaunchen und seine skills so posten, dass die benefits alle ratings sprengen, damit der cash-flow stimmt. Wichtig ist corporate- identity, die mit perfect customizing und eye catchern jedes Jahr geupgedatet wird!"
Wir schlagen Alarm, die deutsche Sprache stirbt allmählich! Wenn in Ingolstadt zum Beispiel für einen Werks- und Lagerverkauf geworben wird, dann heißt es dort: "Kommen Sie jetzt zum Ingolstadt-Village-Outlet-Shopping, direkt in Ingolstadt Village". In vielen Läden gibt es Obst und Kaffee nur noch als "To go" und nicht mehr zum Mitnehmen und der Sommer-/Winterschlußverkauf wurde durch den "Sale" ersetzt. Mich fragte meine Oma kürzlich beim Einkaufen: "Du, was heißt das eigentlich?" Wir gewöhnen uns daran, durch eine Welt zu gehen, in der man nichts und niemanden mehr versteht - nur noch (erfreut) glaubt wiederzuerkennen. Ist das unsere Zukunft?

Wir müssen an die Wurzeln der weltweiten Sprachzerstörung

Amismen - dabei begann das doch so natürlich… Ja klar. Wer das erste Mal in New York City gewesen ist, tausend Meilen über Highways gerollt ist, den Grand Canyon, Big Sur, den Sonnenuntergang auf Key West bestaunt hat, ist erst einmal begeistert. Diese Größe, diese Weite, diese Intensität, diese Kraft, diese Freiheit. Wie gerne möchte man davon etwas in unser enges, kleinkariert-griesgrämig-übervölkertes Deutschland hineinnehmen. Ich verstehe unsere Jugend - ich verstehe die Musiksender - ich verstehe die Polohemden (Tie-schört) "University of Berkeley, California" - ich verstehe das allgegenwärtige "Ou Key" in abscheulichsten und süßesten Variationen. So weit so gut.

Doch hier kommt das Umschlagen in eine neue Qualität. Internationale Konsumkonzerne haben diese natürliche Regung wohl entdeckt und vor den Karren ihres Gewinnstrebens gespannt: Was amerikanisch klingt, ruft angenehme, "weltoffene" Assoziationen hervor. Amismen: Sie sollen inner- und außerhalb der USA, besonders bei der Jugend, das großartige Gefühl des "American Way of Life" vermitteln, das man genießt, wenn man diese Ware erwirbt, ungeachtet dessen, daß es diesen "Way" gar nicht gibt, und daß die Ware in Billiglohn-China hergestellt ist. Zuerst waren die Zigarettenreklamen da. "Come to where the flavor is", proportional zur Zahl der Grand-Canyon-Besucher. Später machte man daraus eine ganze Industrie - man schuf sich Grand-Canyons und Besucher. "Den Markt schaffen" lautet die Devise. Heute klingen die meisten Waren in Deutschland amistisch; ob Underwear, Knitwear, Bikes, Skates, Blades, Boards. Besonders delikat ist der "Travel Tripp" - Kreuzfeuer aus zwei Verblödungsquellen. Selbst banale Briefumschläge der ehemals romantisch gelben Post gibt’s heute im McPaper. Jeder möchte ein kleiner amistisch-multikultureller (also unkultureller) Disney-McMorning sein, um selbst nur einen Bruchteil von deren Gewinn einzufahren.

Übertreibe ein Erfolgsrezept bis zum Erbrechen. Damit beginnt dieser vielköpfige Moloch, mit Milliarden aus unserer Tasche gefüttert, die Nationalsprachen aufzufressen. Das ist plötzlich etwas anderes als Lehnwörter, Assimilationen, Bereicherung, Sprachdemokratie. Das ist Sprachdiktatur, Unterwanderung, Strukturzerstörung durch eine Macht, die das Geld, das Papier, den Lautsprecher, den Fernsehschirm beherrscht. Dies ist unseren reichlich mit Geld versehenen Parteien auch nicht entgangen. Aber anstelle dieser kulturfremden und sprachzerstörerischen Reklame entgegenzuwirken, machen die Politiker sie sich zunutze. Die Politik verkommt zum Tummelplatz banalen Konsum-Marketings. Keinem Wort kann man mehr trauen. Was ist der Unterschied zwischen "rechts" und "links", zwischen "radikal" und "extremistisch"? "Wofür steht dieser Politiker?" - "Weiß nicht, aber ich erkenne ihn wieder. Er ist mal was anderes. Sein Anzug gefällt mir. Seine Frau ist jung und sympathisch. Sie verwendet dieses Shampoo." So verspielte das Volk der USA als erstes seine Demokrate und Deuschland hinkt hinterher. Es geht nicht mehr um Werte oder Wahlprogramme, sondern nur noch um Personenkult und die Größe des Werberummels, der um sie gemacht wird. Öffentlichkeit um jeden Preis. Die kleine, kritisch-geistige Bürgerschicht hat geringe Chancen, die Verhältnisse noch einmal zu wenden. Warum auch? Leider wächst aus einer degenerierten, vorrangig dem Konsum, der "Bedürfnisbefriedigung" verschriebenen Gesellschaft keine weise, verantwortungsvolle Führungsschicht mehr nach. Irgendwann drücken Narren neugierig auf den roten Knopf. "Mal sehen, was passiert." Im Zeitalter der furchtbarsten Waffen, aber des größten Wohlstandes verliert die Gesellschaft über Brot und Spiele ihre Reife. Und draußen verhungern die Leute.

"Pädagogische Diktatur" - dieses von Sloterdijk geprägte Wort kennzeichnet gut unseren Zustand. Wir sprechen die Sprache, die allerorten schreit. Wir denken in vorgegebenen Kategorien. Wir kaufen, was wir sollen. Wir lieben oder verabscheuen, wen wir sollen. Bei "demokratischen" Wahlen drücken wir unsere Illusionen aus. Wir sind allein, denn wir verstehen uns nicht mehr. Mit unserer Sprache können wir die Wahrheit nicht mehr sagen, die Wirklichkeit nicht mehr denken. Die "virtuelle Irrealität" hat von uns Besitz ergriffen. Das Individuum steht der liebevollen Großdiktatur des Globalkapitals hilflos gegenüber. Seine Schutzmauern sind eingerissen: die Familie, die Nachbarschaft, die Gemeinde, die Region, das Land, die Nation, die Muttersprache, die Kultur, der Glaube. Das Ganze ist keine Verschwörung, sondern ein fataler, milliardenträchtiger, sich selbst verstärkender Mechanismus, getragen durch Profitgier, Globalisierung und Medienallmacht. Wir Deutsche selbst nehmen teil und verstärken, indem wir, wie immer übergenau, Konsum und Aktienspekulation zu unserem Lebensinhalt machen, gestützt durch allerlei Ausreden. Welcher Politiker und welche Partei hier nichts unternimmt, macht sich mitschuldig. Cui bono - wem nutzt es? Natürlich nur dem, der auch davon profitiert. Treu nach dem Motto: Fetter Konsum heißt fette Diäten scheffeln, egal wie wir irgendwann sprechen werden, ob Englisch, ob Türkisch oder wie auch immer.

In diesem Sinne, wer weiter Deutsch reden will, der sollte deutsch wählen: Am 28. September NPD - Nationaldemokraten!


Martin Paulus




» Zur Hauptseite wechseln
 


17.06.2010
Begrüßungsvideo des NPD-Landesvorsitzenden Ralf Ollert
Themen anzeigen Video in eigener Seite öffnen 

 
17.06.2010, Begrüßungsvideo des NPD-Landesvorsitzenden Ralf Ollert
  • Begrüßungsvideo des NPD-Landesvorsitzenden Ralf Ollert

Minarettverbot - auch hier!
 

NPD vor Ort

Regelmäßige politische Gesprächskreise und Veranstaltungen der NPD-Bayern
Die NPD, ein Kurzportrait
 


Unser Volkspräsident - Frank Rennicke





Nachrichtenbrief



Tragen Sie hier Ihre Epost-Adresse ein um unseren regelmäßigen Rundbrief zu empfangen


Eintragen

Austragen

Jetzt Mitglied werden!



Jetzt NPD-Mitglied werden!

Gehören sie noch zu der schweigenden Mehrheit in Deutschland, denen die Machenschaften der Polit-Bonzen stinken?
Dann werden Sie jetzt Mitglied der einzigen echten Opposition!

 

Materialdienst

Südtirol bleibt deutsch
 


Wussten Sie schon...?

Zitat der Woche



  • NPD LV Bayern
    Postfach:2165
    96012 Bamberg
  • NPD LV Bayern
    Tel. 01805/99916680 (EUR 0,14/Min.)
    Fax 01805/99916629 (EUR 0,14/Min.)
2007 - 2010 © npd-bayern.de - NPD Landesverband Bayern
Diese Seite wurde 634 mal angezeigt.
Wir empfehlen den Wüstenfuchs
Der Untergang der deutschen Sprache - npd-bayern.de - NPD Landesverband Bayern - NPD Landesverband Bayern - © bei npd-bayern.de