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02.03.2010

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Ein neuer Tiefpunkt

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Ein Dauerbrenner in den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ist nach wie vor der Zweite Weltkrieg und der Nationalsozialismus. Jahrelang arbeitete sich der „Nazispezialist“ Guido Knopp im ZDF an diesen Themen ab. Seine Sendungen übernahmen, bei aller zur Schau getragenen Wissenschaftlichkeit und Seriosität, kritiklos das Geschichtsbild der Sieger des 2.Weltkrieges zu Lasten Deutschlands und befinden sich somit auf der Linie der offiziellen Geschichtsschreibung in der BRD. Das ist schlimm genug, sichert doch dieses Geschichtsbild mit all seinen Übertreibungen, Halbwahrheiten und glatten Lügen – je monströser, desto politisch nützlicher – auch die Herrschaft derer, die ohne eben diesem Geschichtsbild politisch nackt wären.
Am vergangenen Montag nun strahlte das ARD die erste Folge einer dreiteiligen Serie mit dem Titel „Der Krieg“ aus. Beworben wurde die Sendung mit dem Hinweis auf bisher unveröffentlichte und nachkolorierte Originalaufnahmen.
Um es klar zu sagen: Das ARD–Machwerk markiert den bisherigen Tiefpunkt an Bösartigkeit, Verlogenheit, Manipulation, Unwissenschaftlichkeit und nicht zuletzt Infantilität. Und es sagt auch einiges darüber aus, für wie dumm die Macher ihr Publikum halten. Während die Hintergrundmusik bei Sequenzen mit deutschen Soldaten Bedrohung und Düsternis vermittelte, konnte man aus der Stimmlage der Sprecherin Joey Cordewin auch eine eindeutige Tendenz vernehmen. Abscheu und Distanz bei allem Deutschen, Mitgefühl und Sympathie beim Gegner.
Die Formulierungen offenbarten ein bisher auch in den offiziellen Medien nicht gekanntes Maß an holzschnittartigem Schwarz-Weiß-Muster, welches bisher nur kommunistische Diktaturen in ihrer Geschichtsschreibung benutzen.
So meinten die ARD-Propagandisten die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf britische Truppen in Dünkirchen als „brutal“ bezeichnen zu müssen, während der Angriff der britischen Flotte auf Kriegsschiffe der mit ihnen verbündeten Franzosen im Hafen von Mers al-Kebir mit weit über eintausend toten französischen Seeleuten ohne dieses Adjektiv auskommen konnte.
Bilder von belgischen Kindern in der Schule eines Ardennendorfes wurden kommentiert mit der düsteren und natürlich nicht belegten Aussage, daß dies der letzte Schultag dieser Kinder gewesen sei.
Churchill und Roosevelt, die beide für schlimmste Kriegsverbrechen verantwortlich sind, werden in Orwellscher Manier zu Friedensengeln umgelogen.
Aber diese Beispiele sind natürlich nur Petitessen. Die Primitivität dieses Machwerkes läßt den Verdacht aufkommen, daß derartige Brachialpropaganda unter anderem auf die mittlerweile 16 Millionen Ausländer in der BRD ausgerichtet ist, um ihnen die Ursprünge der „westlichen Wertegemeinschaft“ klarzumachen.
Eine Historisierung der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts ist in der BRD nicht möglich, denn dieser Staat fußt auf der behaupteten Kriegsschuld der Deutschen und einer Zivilreligion, die anzuzweifeln in diesem Land unter Strafe steht.
Eine objektive Geschichtsschreibung ist somit eine Aufgabe der Post-BRD.
 

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