04.08.2007

Pro-Islamische CSU-Führung kriecht zu Kreuze


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Aber: 2008 gibt es endlich eine wählbare Alternative
Einmal mehr kriecht die CSU-Führung vor den tonangebenden Meinungsmachern zu Kreuze. Der Fall: Im Münchner CSU-Ortsverband Harlaching hatten einige Funktionsträger eine offene Diskussion über die drohende Islamisierung der bayerischen Landeshauptstadt geduldet. Wie es bei unzensierten Internetforen so üblich ist, kam es dabei auch zu einem offenen und unverstellten Austausch der Argumente - was für Moralwächter wie diejenigen von der „Süddeutschen Zeitung“ natürlich ein Unding ist. Nachdem schon im Zusammenhang mit dem Frauenbadetag im Harlachinger Hallenbad antiislamische Ressentiments zum Ausdruck gekommen waren, zeigten sich die örtlichen CSU-Funktionäre in der inquisitorischen Befragung durch die Presse jedoch nicht gleich zum Kotau bereit. Trotzig blieben sie bei ihrem Standpunkt: „Die Islam-Ideologie ist zu bekämpfen.“

Als gute Christen dreschen sie dabei allerdings auf den falschen Esel ein, denn es geht nicht um den Islam, sondern um die Überfremdung. Die aber ist den tragenden Kräften der Berliner Republik wichtig und muß daher von den maßgeblichen Medien unbedingt verteidigt werden. Es kam, wie es kommen mußte: flugs „berichtete“ die „Süddeutsche“ von „massiven volksverhetzenden, verleumderischen und beleidigenden Äußerungen“ gegen den Islam und mobilisierte die türkische Lobby. Münchens OB Christian Ude sprach gar von „fanatisierten Eiferern“, der Ausländerbeirat von „einem brandgefährlichen Austausch volksverhetzender, islamfeindlicher Parolen“.

Der CSU-Bezirksvorsitzende Otmar Bernhard und der OB-Kandidat der Partei, Josef Schmid, beeilten sich, über das hingehaltene Stöckchen zu springen. „Der Islam hat unseren Respekt“, verbreiteten sie in einer Erklärung, „für inhaltliche falsche, diffamierende, beleidigende oder sonstige den rechtlichen Rahmen verlassende Äußerungen, von welcher Seite auch immer, haben wir kein Verständnis.“ Und SPD-Chef Franz Maget warf der CSU-Spitze in bekannter Manier vor, sie schaue „dem Treiben offensichtlich zu“ und setze sie sich „dem Verdacht aus, den Islam zu wahlkampftaktischen Zwecken zu mißbrauchen und systematisch am rechten Rand zu fischen".

Bleibt die Frage, wen die frustrierten Münchner Bürger bei der Stadtratswahl am 2. März 2008 noch wählen können. Die CSU jedenfalls nicht, denn auf deren islam- und moscheekritisches Gebaren muß man nichts geben – siehe den jüngsten Fall. So haben es die Christsozialen freilich immer gehalten: rechts winken und dann doch links abbiegen. Ob das Zehnerl beim Wähler irgendwann fällt?

Doch jetzt gibt es endlich eine Alternative: wer wirklich etwas gegen die Islamisierung tun will, kann sein Kreuz jetzt an der richtigen Stelle machen und seinem Protest Nachdruck verleihen. Denn erstmals tritt bei der Stadtratswahl am 2. März 2008 auch in München die Bürgerinitiative Ausländerstopp zur Wahl an. Sie ist mit Ralf Ollert bereits im Nürnberger Stadtrat vertreten und stellt sich nun auch in der bayerischen Landeshauptstadt erstmals dem Wählervotum. Wenn das keine klare Ansage ist.



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