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03.12.2009

Lesezeit: etwa 8 Minuten

CSU-Informationsveranstaltung zur Moschee und die Stimmen des Volkes

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Jetzt ist die Katze aus dem Sack!

Ein offensichtlich hilfloses CSU-Gremium aus erstem bayrischen Integrationsbeauftragten, CSU-Bürgermeister und weiteren CSU-Stadträten kapituliert kläglich im Resümee der Informationsveranstaltung vom 30.11.09 zum Bau einer Moschee mit Minarett im Aschaffenburger Stadtteil Schweinheim.
Der Bau könne baurechtlich nicht verhindert werden, selbst wenn die CSU im Stadtrat dagegen stimmte, alle anderen wären ja dafür und im Falle einer Ablehnung käme es zur Klage, die man verlieren müsse, also bitte wäre es an uns einen „Kompromiss“ in der Gestaltung des Baus selbst zu finden.
Will die CSU ihren Stadtratskollegen Ärger ersparen und Liebkind bleiben?

Vor diesem Hintergrund ist die vergangene CSU-Veranstaltung als rein aktionistisch zu werten. Der Anschein politischer Kompetenz und scheinbares Interesse an der politischen Basis, sowie an der noch irgendwo existierenden Aschaffenburger Bevölkerung sollte den Anwesenden verkauft werden. Doch ist das Volk wirklich so dumm?


68% für Minarettverbot, laut BR-online

Möglichkeiten, z.B. die eines Bürgerbegehrens oder einer Volksabstimmung, wie aktuell mit eindeutigem Votum in der Schweiz geschehen, kamen gar nicht zur Erörterung. Dennoch verstieg sich der Integrationsbeauftragte in seiner relativ kurz gehaltenen, dafür umso ermüdenderen Toleranz- und „Integration ist der Schlüssel zum Glück“-Eingangsrede dahin, eine BR-online-Umfrage zu zitieren, die ein 68%iges „Ja“ zum Minarettverbot auch bei uns lieferte. Allein die Erwähnung des Abstimmungsergebnisses in der Schweiz erntete den spontanen Applaus der rund 200 Veranstaltungsteilnehmer.
Umgehend wurde das so toleranzfeindliche Publikum altväterlich, verständnisvoll in seinen „Ängsten und Emotionen“ ernstgenommen, man müsse aufklären, Transparenz fordern.


JU enttäuscht von Mutterpartei

Hier konterte der stellvertretende JU-Vorsitzende ganz munter, es würden uns hier Ängste eingeredet, er persönlich habe keine Angst, er wolle aber gerne wissen, woher denn die Spendengelder des islamischen Arbeitervereins in Höhe von 1Million Euro nun stammten. Eine Antwort darauf erhielt er nicht, trotz angeblicher Transparenz.
Warum er aber keine Moschee wolle, blieb uns der frische JU-Kamerad schuldig. Sind Begriffe, wie Erhalt der eigenen Identität und vorrangige Pflege der eigenen Kultur doch zu emotional besetzt, d.h. nicht sachlich genug für einen souveränen JU-Diskussionsbeitrag? Immerhin sprang ihm ein JU-Mitglied zu Seite, der tatsächlich politisch unkorrektes Vokabular vorbrachte, indem er zufällig die Kernaussage der NPD-Moschee-Offensive zitierte, es gehe hier um die Errichtung eines Machtsymbols des Islam, das wäre wohl niemandem bewußt. Der spontane Applaus tröstete ihn aber nicht über seine Enttäuschung hinweg, er habe gedacht, die CSU tue etwas dagegen.


CSU diskutiert mit sich selbst

Für den Diskussionsleiter waren unbekannte Gesichter offensichtlich ein Sicherheitsrisiko, so wurde Herr Dr. Soundso, CSU-Mitglied, nach Herrn Dr. Soundso, ebenfalls CSU-Mitglied aufgerufen, natürlich auch „bauwerbende“ Ausländer, während das gemeine Volk lahme Arme vom Melden bekam.
Immerhin, nachdem der Bauwerber, Herr Elouamari, Marokko als Mekka der Multikultur pries, wo Berberstämme gemeinsam mit Juden, Christen und Arabern friedlich zusammenlebten, regten sich die Herzen der CSU-ler aus Strauß’ Zeiten, als die CSU noch eine bodenständige Volkspartei war.
So brachte einer der Herren Dr. Soundso unvergeßliche Impressionen zweier Studienfahrten mit evangelischen Religionskursen in ein islamisches Land, hier in die Türkei vor, die ihm schmerzlich in Erinnerung blieben. Karfreitag mußte man sich heimlich unter morschen Dachsparren des Hotels in Sicherheit bringen, um als Touristen eine christliche Andacht abhalten zu können.
Bei der Besichtigung eines christlichen Klosters ging es nicht um den Bau oder Erhalt eines Kirchturms, nein es ging darum, ob die Dachrinne repariert werden dürfe und sie durfte nicht.
Warum also, fragt er, müßten wir hier eine Moschee, Minarett hin oder her, dulden?


Selbstherrliches BRD-tum

Sobald ein Diskutant klare Worte zur Sache vorzubringen hatte, wurden alle im Saal eines besseren belehrt.
Auf o.g. Frage folgte die Antwort: weil wir uns nicht auf die Maßstäbe dieser Länder einlassen dürften, so Bayerns erster Integrationsbeauftragter in ignoranter, arroganter BRD-Haltung gegenüber Ländern und Völkern, die es eben noch nicht so gut wissen und die noch nicht so weit sind, wie wir in unserer einzig wahren, toleranten Demokratie. Wie war das: ...am deutschen Wesen soll die Welt genesen...?
„Ich bin Deutscher“, spricht ein dunkelhäutiger junger Mann mit schwarzer Lockenpracht selbstbewußt ins Mikrophon. Die Moschee wolle den Islam präsent machen in Aschaffenburg, auch für deutsche Kinder.
Ja, was jetzt? „Wer will hier wen integrieren?“, fragt ein Mann, der sich selbst als einfache Stimme aus dem Volk bezeichnet, er zittere hier am Mikrofon und könne nicht gut reden. „Wenn man kritische Fragen stellt in Deutschland, wird man sofort in die rechte Ecke gestellt!“ Spontaner Beifall. Deshalb sei er auch aus der SPD ausgetreten und habe mit BRD-Politik abgeschlossen. Im übrigen gehe die Diskussion am Thema vorbei, sie finde nur statt, um der CSU Wählerstimmen zu retten, das sei letztendlich die einzige Sorge aller Politiker!


Islamfeindlichkeit – für nationale Argumentation der falsche Weg

Während unsere NPD-Moschee-Offensive gänzlich ohne Hetze gegenüber einer fremden Religion auskommt, gab es Beiträge, die im wahrsten Sinne islamfeindlich waren, die mit grausamen Zitaten aus dem Koran gespickt waren und auf das Thema Haßpredigten in Moscheen hinausliefen. Das forderte natürlich die Gutmenschen heraus, „Barmherzigkeit“ sollten wir walten lassen, plädierte ein Leiter des interreligiösen Gesprächskreises.

Das wirkliche Problem gestaltet sich doch folgendermaßen. Natürlich sind wir Deutsche, im Speziellen deutsche Frauen „unrein“ für Muslime. Das sagen sie uns aber nicht ins Gesicht. Sie erziehen ihre Kinder in diesem Glauben, mitten unter uns in einer gefährlichen Parallelgesellschaft. Diese zeigen ihre Erziehung im mangelnden Respekt uns gegenüber. Wo der Respekt fehlt kann es niemals ein „friedliches Zusammenleben“ geben. Dafür gibt es hinlänglich Beweise aus dem täglichen Leben. Das kennt und weiß jeder!
Während wir den Islam in seinen Heimatländern respektieren und Ausländerrückführung statt Integration fordern, ist der Bau einer Moschee als Macht- und Statussymbol in Deutschland und im gesamten christlichen Abendland absolut zu verhindern!


Zukunftsbild unserer Kinder und Wille der Bevölkerung für Integrationsbeauftragten unerheblich

„Was ziehen wir uns hier in Deutschland seit dreißig Jahren heran?“, stellt der Vertreter der christlichen Bürgerbewegung Pax Europa in den Raum. „Ich spreche hier nicht für mich, ich bin 48, in vierzig Jahren hat sich für mich die Sache. Ich spreche für meine Kinder und Kindeskinder!“
Wer sich die drohende Zukunft unserer Kinder vor Augen hält, kann sich nur wundern über Vertreter einer Partei in Integrations-Positionen, die angeblich christliche Werte vertreten und nichts unternehmen, um das Überleben unserer einstigen Wertegemeinschaft zu schützen.

Diese Haltung gegenüber seiner Person spürte Martin Neumayer, der erste bayrische Integrationsbeauftragte von Anfang an. Latent aggressiv beharrte er auf die Aussetzung der auf drei Minuten begrenzten allgemeinen Redezeit für sich selbst, schließlich habe man ihn ja eingeladen und er sei extra aus München angereist, da wolle er auch reden können.
Wenig souverän, eher wie ein kleines Kind mit Sheriff-Stern auf der Brust, gebärdete er sich, wenn ihn jemand sei es durch Zwischenruf oder beharrliches Nachfragen aus seinem Konzept des verständnisvollen Aufklärers bringen wollte. Ich bin der Chef hier und erklär dir, dummes Volk die Welt, bis daß das Ohr blutet!
Seine Worthülsen waren in der Tat unerträglich, sein schönster Satz: Toleranz dürfe nicht gegenüber Intoleranten gelten, sonst beherrschten Demagogen das Feld!
Besser konnte er seinesgleichen nicht demaskieren, absolut intolerant gegenüber den Argumenten seiner eigenen Parteibasis, desinteressiert an dem Willen seines eigenen Volkes und ignorant gegenüber der Zukunft unserer Kinder, führte er den Demagogen erster Güte vor.


Unterdrückung und Solidarisierung

Unterdrückung der Meinung und des Meinungsaustausches, getarnt durch salbadernde Aufklärung fand im Saal drei Stunden lang statt. Ergebnis, das Volk näherte sich untereinander an. Man sprach im Herausgehen miteinander und spürte die Kraft der Solidarität, die über Parteigrenzen hinausgeht.
Es war kein Problem unsere letzten Moschee-Flugblätter offen an die herauskommenden Veranstaltungsteilnehmer zu verteilen, im Gegenteil, man wollte wissen, was wir dazu zu sagen hatten.
Es kam zu konstruktiven Gesprächen mit CSU- und SPD- Mitgliedern, sowie mit der JU. Draußen, wie gesagt unter Gottes freiem Himmel.
Im Saal wurde ein junger NPD-Aktivist beim Verteilen von einem weißbärtigen Mann mit einem Stock geschlagen, während dessen Tischnachbarn das Flugblatt, hysterisch um Hilfe rufend, dem Podium entgegenhielten.
Die CSU-Claqueure im Saal waren allerdings zahlenmäßig dem Sympathisantenpotential gegenüber der Haltung der NPD weit unterlegen.
Alles in allem hat Herr Neumayer eine Atmosphäre geschaffen, die die Arbeit des politischen Widerstandes in Aschaffenburg wieder einen Schritt voranbringt.

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