26.02.2011
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Von Asylbewerbern und Rentnern
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Zur Hauptseite wechselnIn Ebersdorf im Landkreis Coburg sollten in einer Nacht- und Nebelaktion 150 Asylbewerber einquartiert werden. Dagegen formierte sich eine Bürgerinitiative, die den erkennbar überwältigenden Mehrheitswillen der einheimischen Bevölkerung repräsentiert.
Das ficht jedoch die Politiker der Altparteien, Journalisten und Vertreter der so genannten gesellschaftlich relevanten Gruppen (auch Zivilgesellschaft genannt) nicht an, sich für die Einquartierung der Fremden einzusetzen und den Ebersdorfern fremdenfeindliche Motive zu unterstellen. Der Coburger Pfarrer Michael Schadeberg empfiehlt der Gemeinde Ebersdorf die Aufnahme der Asylbewerber (die in der Regel Wirtschaftsflüchtlinge und Asylschwindler sind, wie die Anerkennungsquoten ausweisen) als Herausforderung anzunehmen. Wie wäre es, wenn Herr Schadeberg mit gutem Beispiel voranginge und eine Anzahl von Balkan-Zigeunern in seinem Haus oder seiner Wohnung aufnimmt, sie verköstigt und krankenversichert, sowie garantiert, daß diese Leute sich in unserem Land an das Gesetz halten?
Die Vertreter der Altparteien setzen darauf, die als lästiges Stimmvieh angesehene einheimische Bevölkerung einzulullen und die Fremden nun auf mehrere Gemeinden aufzuteilen.
Die Sprecherin der Bürgerinitiative ist eine Mutter von fünf Kindern und zeigt das, was heutzutage gemeinhin als Zivilcourage bezeichnet wird – sich nämlich gegen die Pläne der Obrigkeit zu stellen. Sie ist damit ins Visier der Coburger Neuen Presse geraten und in einem Kommentar versucht ein Volker Friedrich die Sprecherin der Bürgerinitiative zu isolieren. Die Initiative müsse sich eine neue Sprecherin suchen, meint Friedrich, denn sie bringe ganz Ebersdorf in Verruf. Und dann solle „man“, damit meint er die Ebersdorfer Einwohnerschaft, noch einmal in aller Ruhe über die Demonstration gegen die Unterbringung der Asylbewerber nachdenken. Die Sprecherin der Bürgerinitiative erdreistete sich nämlich, sich nicht von der NPD zu distanzieren – entsprechende Äußerungen wertet der Neue Presse-Schreiberling Friedrich als „widerliche Entgleisung“, die sich weder relativieren, noch entschuldigen lasse.
Politik und Medien sollten endlich zur Kenntnis nehmen, daß es die Masse der Deutschen nicht mehr hören kann, daß unser Land eine irgendwie geartete Verpflichtung oder Verantwortung habe, Asylschwindler, Sozialschnorrer oder Wirtschaftsflüchtlinge aus den entferntesten Winkeln der Erde aufzunehmen und zu alimentieren.
Gerade die ältere Generation in Bayern, die nicht unbedingt zur Stammwählerschaft der NPD gehört, sollte sich vergegenwärtigen, daß die Armutsquote der über 65-jährigen gerade in Bayern mit 18 Prozent besonders hoch ist – und das in einem Land, welches milliardenschwere „Rettungsschirme“ für Pleiteländer finanziert und damit dafür sorgt, daß Griechenland, Spanien, Portugal und andere Empfängerländer in der EU ihre Bürger bereits mit 55, 56 oder 58 in den sonnigen Ruhestand schicken kann. Die heute 65-jährigen in der Bundesrepublik haben ihre Kindheit auf den Straßen der Vertreibung oder in zerbombten Städten verbracht, sie haben gehungert und in ihrer aus alten Wehrmachtsuniformen geschneiderten zerlumpten Kleidung gefroren. In den Schulklassen saßen 50 oder 60 von ihnen, während ihre Mütter die Trümmer beseitigten, ihre Väter gefallen oder in Kriegsgefangenschaft waren. Ohne die Generation der heutigen Rentner wäre das Wirtschaftswunder nicht möglich gewesen, sie haben noch 50 Jahre gearbeitet, sie haben die Rentenkasse gefüllt – eine Kasse, die von den Systemparteien scham- und bedenkenlos geplündert wurde. Gerade die Frauen sollten bedenken, daß es sie am häufigsten und am härtesten trifft – mit Minirenten sogar unter der Armutsgrenze. Aber Systempolitiker, Pfarrer und Journalisten haben ein größeres Interesse am Wohlergehen von Asylbewerbern und sonstigen Fremden, die in unser Land strömen, als an denen, die dieses Land nach dem Krieg wieder aufgebaut haben. Das sollte die ältere Generation bedenken, wenn wieder einmal Wahlen anstehen.