09.09.2007
Im oberpfälzischen Riekofen, südöstlich von Regensburg, ist am 30. August der 39jährige Gemeindepfarrer verhaftet worden, weil er sich an mindestens einem Ministranten vergangen haben soll. Inzwischen weitet sich die Sache zu einem handfesten Skandal aus: Der zuständige Bischof Gerhard Ludwig Müller (Regensburg) hatte dem Pfarrer erneut eine Kirchengemeinde übertragen, obwohl er bereits wegen Kindesmißbrauchs vorbestraft war. Im Jahr 2000 war der Pfarrer zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteil worden, weil er als Kaplan in Viechtach (Niederbayern) einem Buben mißbraucht hatte. Der Bischof hatte die erneute Beschäftigung des Mannes damit begründet, daß dieser nach einer Therapie als geheilt gelte. Bischof Müller, der in der Vergangenheit bereits mehrfach durch seine intolerante Hetze gegen nationalbewußte Deutsche in Erscheinung getreten ist, scheint bei Kindesmißbrauch äußerst tolerant zu sein. In einem offenen Brief an die Bürger von Riekofen rief er dazu auf, keine vorschnellen Urteile über den Ex-Pfarrer zu fällen. Jetzt sind weitere Mißbrauchsfälle in der Gemeinde bekannt geworden. Der Vertrauensbruch, den der verantwortliche Bischof an den Gläubigen begangen hat, sitzt tief. Die Gemeindemitglieder waren nicht über die Vorbelastungen des Priesters informiert worden. Zumindest eine andere Verwendung des Mannes wäre angebracht gewesen. Statt dessen wurden ihm erneut Kinder und Jugendliche anvertraut. Bereits 2001, ein Jahr nach seiner Verurteilung, hat der Priester offenbar wieder mit der Ministrantenarbeit beginnen können. Der Bürgermeister von Riekofen: „Der Bischof hat versagt.“ Auch der Pfarrgemeinderat ist empört. Von einem „grausamen Experiment mit den Seelen unserer Kinder“ ist die Rede. Die Vorwürfe an den Bischof sind wohl berechtigt. Doch dieser versucht die Sache weiter zu verharmlosen und will „die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden“ zu einem Gespräch einladen. Gibt es weitere Mißbrauchsfälle?
Die NPD meint: Es reicht. Der Bischof muß Verantwortung übernehmen. Treten Sie zurück, Herr Müller!
Mit freundlichen Grüßen
Roland Wuttke
NPD-Landespressesprecher Bayern