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22.12.2008

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Diskussion im Landtag über Verlängerung der Grundschulzeit

Ein Kommentar von der Abteilung Familie und Soziales
Mit dem Argument: „Die Grundschule ist die beste Schule, die wir haben. Ich verstehe nicht, warum wir damit nach nur vier Jahren aufhören...“ (BLLV-Präsident K. Wenzel) fordert die FDP eine sechsjährige Grundschulzeit. Kriterium der Behauptung „beste Schule“ ist der internationale Vergleich, denn im Vergleich zu den weiterführenden Schulen, die aus internationaler Sicht deutlich zurückfielen, schnitten die deutschen Grundschulen „relativ gut“ ab. „Relativ gut“ ist also der neue deutsche Maßstab für „beste Schule“?
So bescheiden ist man geworden, wenn es um den Bildungsstand und zukünftige Kompetenz des Nachwuchses im Land geht: „relativ gut“. Warum auch nicht? Drei Tage vor der Grundschulzeitdiskussion wurden ja auch neun Nachwuchsprojekte ausgezeichnet, die mehr versprechen: „Vorbildcharakter“, so Barbara Stamm, die, wenn nicht das Land, so doch den Landtag repräsentierende Landtagspräsidentin. „Helden des Alltags“ sind heute innovativ und erfinderisch, wo es gilt bevorzugte Talente unseres Landes zu fördern und nebenbei bevorzugte Taler außer Landes zu befördern: „Die Gesellschaft hat sich in Bayern in den letzten Jahren nicht nur in den Städten, sondern auch im ländlichen Raum verändert. Mittlerweile leben über eine Million Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Bayern, wobei in dieser Zahl noch nicht der große Teil der Bevölkerung erfasst ist, der zwar die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, aber ‚Migrationshintergund’ hat. Diese Tatsache bleibt nicht ohne Einfluss auf die Gesellschaft.“ Und jetzt folgt der Satz, den Politiker in der BRD getrost aussprechen dürfen, nicht nur ohne rot zu werden, sondern auch ohne Gefahr zu laufen unter Umständen vielleicht des Landesverrats angeklagt zu werden: „Sie ist bunter, vielfältiger, multikultureller geworden.“
Wie schön, es drängt sich nur die Frage auf, wenn ich so eine vielfältige, bunte- und lebensfrohe Kultur vorzuweisen habe, dank der ausländischen Mitbürger, warum dann ausgerechnet das gegenläufige Schul-, bzw. Bildungsproblem? Beschallen nicht mittlerweile schwangere Frauen rund um die Uhr ihren anschwellenden Bauch mit Mozart, weil das die Intelligenz fördere? Zu seinen Lebzeiten war Mozart ein deutscher Komponist, heute ist er Österreicher, was ihn politisch korrekt gesehen, vielleicht noch verdächtiger macht, aber nichts destotrotz findet sich in keiner vorgeburtlichen Pädagogikabhandlung der Hinweis auf entsprechend positive musikalische Einflüsse z. B. durch anatolische Halb- und Vierteltonmusik oder Schnalztöne entlegener Hirtenvölker, die sich über karge, in der Hitze der Sonne flirrende, flechtenbewachsene Berghänge übertragen. Wann setzt also die multikulturelle Bereicherung ein? Im Kindergarten, wo die Eltern angehalten werden, ihren Sprößlingen kein Schwein mehr mit auf’s Brot zu geben? Auf dem Schulhof beim Drogendealen? Bei der Agentur für Arbeit, wo die sympathische Frau mit Kopftuch und ihr netter schnauzbärtiger Ehemann schon zum drittenmal ohne Übersetzer vorstellig werden und die Sitzung der beiden bis in die späten Abendstunden andauert? In der U-Bahn, wenn es heißt: „Scheißdeutscher!“? Auf der Intensivstation im Koma? Oder in Stolberg auf dem Friedhof?
Nein, viel zu weit gedacht, die Bereicherung liegt in der Verleihung der mit 26.000 € dotierten Projekte „Interkultureller Zusammenarbeit und Integration“!
„Weitgehend gleiche Wertvorstellungen und Positionen werden weniger“, sagt Frau Stamm, richtig, siehe oben, sie fördert deshalb Projekte, in deren Kurzbeschreibung viel die Rede ist von Ganzheitlichkeit, Ansprache, Begegnung, Respekt, Kultur und „Interreligiosität“. Wunderbar. Wie wäre es damit, in diesem Sinne einmal die eigenen Kinder zu „integrieren“? Schauen wir uns die Grundschule an, um die es in der Schuldauerdiskussion geht. Fragen Sie doch einmal eine Lehrerin, was dem verhaltensgestörten, mit Hightech-Spielzeug überladenen Trennungskind so etwas, wie „Respekt“ sagt? Ein hysterischen Lachen wäre die Antwort. Oder kommen Sie doch einmal als Eltern mit dem „interreligiösen“ Vorschlag, neben katholischer oder evangelischer Religion und Ethik das Fach germanische Mythologie einzuführen. Am nächsten Tag wird Ihr Kind unter der Tür herauskriechen. Kultur? Das ist doch das Wissen darum, welches Spielzeug es nächste Woche bei Mc Donalds gibt. Und Ganzheitlichkeit steht an bayrischen Regelschulen wirklich oben an. Hier schreiben Erstklässer bereits nach ein paar Wochen Lernzielkontrollen, die sie einzig und allein mit Defiziten konfrontieren, die in diesem frühen Stadium des Unterrichts unmöglich existieren können. Motto von Ansprache und Begegnung ist hier: Bricht Hänschens Rückgrat nicht gleich, so bricht es nimmermehr!
Wir empfehlen unseren Abgeordneten, sich einmal selbst in Ihr Volk zu „integrieren“. Ein paar wenige Stunden an den richtigen Brennpunkten der Nation, öffentliche Grundschule, ARGE, U-Bahn, auch Krankenhaus für Kassenpatienten, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen und Sie wären mit Sicherheit geheilt von Phrasendrescherei und das dazu noch auf dem Rücken unserer Kinder. Wie war das noch Frau Stamm? „Integration ist der entscheidende Schlüsselbegriff.“ Also, schreiben Sie sich das hinter Ihre eigenen Ohren!

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