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08.08.2005

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Zur Diskussion über ein Zentrum gegen Vertreibungen

Presseerklärung der Jungen Nationaldemokraten (JN) Landesverband Bayern

Zur Diskussion über ein Zentrum gegen Vertreibungen

Die etablierte bundesrepublikanische Politikerkaste hat dieser Tage erneut ihre Gleichgültigkeit dem Schicksal der Angehörigen des eigenen Volkes gegenüber unter Beweis gestellt. Während aus den Reihen der Union noch wahltaktische Sprüche geklopft wurden, hat Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) ganz offen gezeigt, daß ihm die deutschen Vertriebenen nicht sonderlich am Herzen liegen.

Auf dem "Tag der Heimat" des Bundes der Vertriebenen (BdV), sprach er sich gegen die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin aus. Vielmehr bevorzuge er ein europäisches Netzwerk mit Sitz in Polens Hauptstadt Warschau. Offenbar ist die deutsche Hauptstadt, was die Erinnerung an historisches Unrecht betrifft, voll und ganz für die Widerstandskämpfer gegen die NS-Herrschaft reserviert.

Ganz im Geiste ihres Parteikollegen Edmund Stoiber (CSU), der alljährlich auf dem Treffen der Sudetendeutschen große Töne spuckt, auf die dann keine Taten folgen, befürwortete die Spitzenkandidatin der CDU/CSU, Angela Merkel, die Errichtung eines solchen Zentrums in Berlin sowie die Einführung eines nationalen Gedenktages für die Opfer der Vertreibung. Diesem Vorstoß schloß sich auch die BdV-Vorsitzende Erika Steinbach (CDU) an.

Jedoch geißelten sowohl Merkel als auch Schily das Vorhaben der Preußischen Treuhand, in den unter polnischer Verwaltung stehenden Ostgebieten Vermögensansprüche von Vertriebenen gerichtlich einzuklagen. Indem sie einer Organisation in den Rücken fiel, die anstatt große Worte zu machen zur Tat zu schreiten gewillt ist, offenbarte die CDU-Vorsitzende ihre eigene Heuchelei. Erwartungsgemäß reagierte man in Warschau und Prag ernüchtert bis empört. Das es sich die beiden ehemaligen Ostblockstaaten leisten können, auf Konfrontationskurs zu gehen, indem sie die Bedeutung des geschehenen Unrechts herunterspielen, wurde in der Vergangenheit mehrmals offenkundig. Immerhin stellten die nach wie vor gültigen Benesch-Dekrete, die die Verbrechen an Sudetendeutschen von höchster Stelle amnestierten, keine ernstzunehmende Hürde für den Beitritt der Tschechischen Republik zur EU dar.

Die Jungen Nationaldemokraten bekennen sich zur Errichtung eines Zentrums in Berlin, das an die Vertreibung von über 15 Millionen Deutschen aus ihrer Heimat erinnert und betonen ihre Empörung darüber, daß erst sechs Jahrzehnte verstreichen müssen, bis ein solcher Schritt auch nur in Erwägung gezogen wird. Es ist von unserer Seite aus nichts dagegen einzuwenden, daß in diesem Zentrum auch an andere Opfer von Gewalt gedacht wird; doch muß die Vertreibung der Deutschen aus ihren Ostgebieten, der größten aller Vertreibungen in der Weltgeschichte, eindeutig im Vordergrund stehen.

gez.
Dennis Kast
Landespressesprecher der JN Bayern
Weißenhorn, den 8. August 2005

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