19.04.2007
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Beckstein bleibt am Ball!
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Zur Hauptseite wechseln15.07.2006 Am vergangenen Montag erhielt der bayerische Innenminister Beckstein in München den Jerusalem Award der Zionistischen Weltorganisation und der Zionistischen Organisation in Deutschland e.V. (ZOD) verliehen.
Die ZOD wurde 1951 mit dem Ziel gegründet, Israels Standpunkte zu vertreten und diese der deutschen Bevölkerung nahezubringen. Gegen die Verleihung protestierten NPD-Mitglieder vor dem Eingang des Tagungssaales mit NPD-Fahne und einem Transparent mit der Aufschrift: „Stoppt Israel -Terror“. Israels Botschafter Shimon Stein sagte während der Veranstaltung, daß Beckstein außer wegen seines Engagements für Israel auch dafür geehrt werde, weil er das Verbotsverfahren gegen die NPD ins Rollen gebracht habe.
Angesichts derartig unverschämter Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder braucht man sich über das Anwachsen eines angeblichen Antisemitismus nicht zu wundern. Die neue Chefin der jüdischen BRD- Diaporasektion Knobloch bezeichnete Beckstein als „verläßlichen Freund der jüdischen Gemeinschaft“. Wem sagt sie das? Schließlich ist der für seine Drogen- und Nuttenexzesse bekannte BRD-Moralist und Vorzeigejude Michel Friedman Becksteins Duzfreund. Beckstein gehörte dreieinhalb Monate nach dem Auffliegen der Drogen- und Nuttenexzesse und dem Abtauchen von Friedman, zu den Gästen von Friedmans „Welcom-Back-Party“, welche die Berliner Filmproduzentin Regina Ziegler gab, deren Hausjurist in ihrer Filmproduktionsfirma Friedman ist. Unter den illustren Gästen befand auch Angela Merkel und Klaus Wowereit. Zu dem quasi konspirativen Treffen - im Terminplan von Merkels engsten Mitarbeitern war der Termin nicht vermerkt - waren weiter u.a. geladen: der Grüne Volker Beck, Sabine Christiansen, Sat1 Moderator Ulrich Meyer, Zeit-Herausgeber Michael Naumann, die ehemalige taz-Chefredakteurin Georgia Tornow und der BILD-Chefredakteur Kai Dieckmann. Beckstein war auch der erste Gast in Friedmans Talksendung „im Zweifel für ... Friedman“, welche ein halbes Jahr nach Friedmans vorübergehenden Abgang aufgezeichnet wurde. Selbstverständlich hetzte Beckstein auch zusammen mit seinem Kumpel Friedman gemeinsam im Juni auf einer Kundgebung in Nürnberg gegen den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, den – so Beckstein - nur sein Diplomatenpaß vor sofortiger Festnahme schützen würde.
Friedman assistierte laut „Russkaja Germanija“:
„Lieber Günther, Du mußt jetzt deine zu weitgehende Toleranz ablegen. Du mußt den Hitler des 21. Jahrhunderts wegsperren für immer. Pfeif doch auf die diplomatische Immunität. Zeig doch jetzt mal, was wir alles können in Deutschland“.
Beckstein verstieg sich in seiner Dankesrede für die Jerusalem-Preisverleihung zu der Aussage, daß die Juden, neben den Altbayern, den Schwaben, den Franken und den (heimatvertriebenen) Sudetendeutschen der fünfte Stamm in Bayern seien. Dies offenbart seine intellektuellen Defizite auf besonders drastische Weise. Wenn er dies dem Zentralrat der Juden in Deutschland oder gegenüber den Jüdischen Gemeinden in Bamberg, Nürnberg oder München geäußert hätte – geschenkt! Die wollen ja die Verstärkung ihrer Gemeinden durch jüdische Einwanderung in die BRD. Aber gerade Zionisten wünschen ja die Erhaltung der völkischen Exklusivität der Juden und deren Ansiedlung in der Heimstatt aller Juden, im Land Israel. Das offizielle Israel läßt aber nur Personen einwandern, die eine jüdische Abstammung nachweisen können. Dies wurde erst kürzlich wieder deutlich, als das zuständige israelische Ministerium wegen zunehmender Probleme mit aus Rußland nach Israel eingewanderten Personen feststellte, daß die Einwanderungsbedingungen zu lasch gehandhabt würden. Israel habe als Juden Menschen akzeptiert, die nur einen jüdischen Großvater hätten, obwohl nach jüdischem Gesetz nur derjenige Jude sei, der eine jüdische Mutter habe.
Mit dieser Erklärung wird eingestanden, daß sich daß Judentum in erster Linie als Volk und nicht so sehr als Religionsgemeinschaft definiert. Wäre es eine Religionsgemeinschaft, läge der Grund für eine Nichtakzeptanz als Jude in der Unkenntnis des Talmud und dem Nichtbesuch der Synagoge. Aber der Makel, kein Jude zu sein, wird mit der angeblich nicht ordnungsgemäßen Abstammung begründet, weil nur der Großvater und nicht die Mutter Jude sei. Wer aber eine jüdische Mutter hat, ist auch dann Jude, wenn er niemals in die Synagoge geht oder gar die jüdische Religion als Atheist ablehnt. Beckstein könnte mal Freund Friedman fragen, wie er es hält. Immerhin sind Friedmans Eltern in Polen geboren, später nach Frankreich ausgewandert, wo dann auch Klein-Michel (Klein-Paolo Pinkel) geboren wurde, der nach seiner Übersiedlung in die BRD dann Deutscher wurde. Die Mär vom fünften Stamm ist aber nicht so neu.
Bereits im Mai 2005 vertrat Beckstein diese These gegenüber der „Jüdischen Allgemeinen“. Auf das „Wie bitte?“ des offensichtlich verwunderten Zeitungsmannes erwiderte er: „Diese Aussage ist ganz bewußt getroffen worden – Bayern ist nicht vollständig, wenn wir die Juden nicht als konstituierendes Element aufnehmen. Für all das trete ich ein.“
Angehörige des fünften Stammes haben 1919 in München schon mal gezeigt, wo der Bartl den Most holt. Die jüdischen Mitbürger Eisner, Toller, Mühsam, Landauer, Jaffé usw. leisteten einen ganz besonderen Beitrag zur jüngeren bayerischen Geschichte.
Aber Judophilie gehört ja in der CSU zum unverzichtbaren Bestandteil ihrer Identität. So ist Stoiber zwar Vorstandsmitglied der „German Friends of the Israel Philharmonic Orchestra“ – das bayerische Rundfunkorchester wurde aber wegen Geldmangel aufgelöst. Außerdem ist Stammel-Ede Mitglied der „Jerusalem Foundation Deutschland“. Landtagspräsident Glück fordert auf einer Veranstaltung in Traunstein im Frühjahr 2004: „Wir müssen uns als Anwalt der jüdischen Bürger in unserem Staat und in Israel fühlen.“
Nicht vergessen werden sollten auch die unglaublichen Umstände, unter denen die Übernahme von ProSiebenSat.1 an den jüdischen Geschäftemacher Saban erfolgten. Saban erhielt den Sender für 523 Millionen Euro, den der Heinrich-Bauer-Verlag für 2 Milliarden Euro nicht erhalten hatte. Dazu bemerkte Saban, hätte er von Schröder, Stoiber, Huber oder Wiesheu signalisiert bekommen, daß man versucht, das Unternehmen in deutsche Händen zu halten, hätte er kein Gebot abgegeben.
Weitere Zahlen und Zitate:
* Beckstein im Oktober 2004: „ Nach meiner persönlichen Überzeugung wäre Voigt (der
NPD-Parteivorsitzende –Anm.d.R.) in einem Gefängnis besser aufgehoben als in einem Parlament.“
* Beckstein bezeichnet im Mai 2005 die Mitglieder der NPD als Halunken.
* Etwa 8 Millionen Euro ist dem Freistaat Bayern zur Zeit die Sanierung von Wäscherei und
Küche im ehemaligen KL Flossenbürg wert. Den Ausbau der Gedenkstätte im ehemaligen
KL Dachau läßt man sich immerhin rund 2,5 Millionen Euro kosten. Das überdimensionale
jüdische Zentrum am Münchner Jakobsplatz ist auch nicht aus den Spendenpfennigen
der jüdischen Mitbürger finanziert wurden.
* Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die Becksteinschen Befindlichkeiten nicht politisch,
sondern nur psychopathologisch erklärbar. Vielleicht will er aber auch nur die Haltung
seines Vaters den Juden gegenüber bewältigen, der bis ins hohe Alter – wie Briefe
an die „Nationalzeitung“ belegen, kaum ein gutes Haar an ihnen ließ.