22.01.2009
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Ein Hoffnungsträger?
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Zur Hauptseite wechselnDer 44. Präsident der USA ist vereidigt worden. Etwa eine Million US-Bürger waren bei der Zeremonie in Washington anwesend, unter ihnen eine sehr große Zahl Afroamerikaner.
Unter den US-Bürgern, daran gibt es keinen Zweifel, verbinden sich mit der Präsidentschaft von Barack Obama riesige Erwartungen, Erwartungen, die Obama nicht wird erfüllen können.
In den vergangenen sieben Jahren haben die vornehmlich US-jüdischen „Berater“ und Strippenzieher des als gemeinhin als eher schlichten Zeitgenossen bewerteten George W. Bush die USA in eine politisch und wirtschaftlich außerordentlich schwierige Situation gebracht. Die Verwicklung in zwei Kriege hat sich für die USA in ein finanzielles Faß ohne Boden verwandelt. Die Abwicklung der US-Realwirtschaft (83 Prozent der verarbeitenden Industrie sind nur für die Rüstungsindustrie tätig!) ist nahezu abgeschlossen, die kläglichen Reste befinden sich in einem desolaten Zustand. Verbrecherische und verantwortungslose Finanzjongleure haben auch in den USA das ihrige dazu beigetragen, daß der Staathaushalt ein Defizit von sage und schreiben 1,2 Billionen US-Dollar aufweist. Die Leitzinsen sind auf nahezu null Prozent abgesenkt worden, die FED hat die Notenpresse angeworfen, man fürchtet die Deflation und flüchtet in die Inflation. Millionen US-Amerikaner haben keine Krankenversicherung, Millionen haben ihre Häuser verloren, weiteren Millionen steht dieses Schicksal noch bevor. Der Einwanderungsdruck von Millionen armen Latinos verändert die US-Gesellschaft so tief greifend, wie in den vergangenen zweihundert Jahren nicht. Das Ansehen der USA in der Welt ist auf dem Tiefpunkt angelangt, noch negativer wird nur noch Israel bewertet. Angesichts dieser Tatsachen stellt sich für die Hintergrundmächte in den USA und ihre Handlanger und Vasallen in Europa natürlich die Frage: Wie geht es weiter?
Zunächst einmal ist es sicher wichtig, das „Image“ der USA als Weltmacht wieder aufzupolieren. Und hier ist es der auch in den USA gleich geschalteten Medienlandschaft gelungen, den Afroamerikaner Obama als Hoffnungsträger aufzubauen. Im Gegensatz zu seinem älteren Herausforderer McCain, der eher das „alte“ Amerika verkörpert, konnte Obama problemlos auf dem weltweiten Zeitgeist bauen, und Schlagworte wie Klimawandel, Frieden, Umweltschutz, Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit verfehlten bei der weitgehend unpolitischen und ungebildeten Masse der US-Wähler, aber auch bei seinen Anhängern in der BRD nicht seine Wirkung, wie die rund 200 000 Besucher bei einer Rede von ihm in Berlin beweisen. Dies ist um so erstaunlicher, sind es doch genau die gleichen Gutmenschen, die nicht müde werden, die Deutschen vor 70 Jahren wegen ihrer Anhänglichkeit an den damaligen deutschen Regierungschef zu verhöhnen, zu verdammen und zu verachten. Während die Anhänger des Personenkults um Obama in ihrer Einfalt nichts weniger von ihm erwarten, als eine Art Reserve- oder Überpräsident auch für eine „gute“ Zukunft für die BRD, ja gar für die ganze Welt zu sorgen, hat der frühere Reichskanzler lediglich versprochen, sich für das Schicksal seines eigenen Volkes einzusetzen.
Eine beunruhigende Parallele zu den dreißiger Jahren besteht aber trotzdem. Seinerzeit wurde in der Zeit der großen Depression Franklin D. Roosevelt US-Präsident. Er versuchte, mittels des so genannten „New Deal“ die US-Wirtschaft aus der Krise zu führen. Dies gelang, im Gegensatz zu Deutschland, nicht. Der von den Wählern wegen seiner Friedensversprechen viermal zum Präsidenten gewählte Roosevelt hat sich dann als der schlimmste Kriegstreiber entpuppt. Erst der Kriegseintritt hat die US-Wirtschaft aus der Krise geführt. Kein US-Präsident kann frei entscheiden, jeder wird mit eiserner Hand aus dem Hintergrund gelenkt. Entscheidet er gegen seine Hintermänner, endet er wie John F. Kennedy.
Angesichts einer sich zweifellos verschärfenden innenpolitischen Lage in der USA, einer immer unübersichtlicher und instabiler werdenden weltpolitischen Lage ist Obama von seiner Persönlichkeit her für die internationalen Geldsäcke der richtige Mann zur richtigen Zeit. Sehr bald schon wird man sehen, was von seinen Versprechungen übrig bleibt. Es wird sich keinesfalls trauen, das tollwütige Israel von seinen Kriegs- und Völkerrechtsverbrechen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung abzuhalten. Dafür sorgen schon seine „Berater“ Rahm Israel Emanuel, Madeleine Albright, Dennis B. Ross oder Robert Edward Rubin, alles Juden, bei denen man den Eindruck hat, daß ihre Loyalität mehr dem Staat Israel gilt, als dem Land, dem sie in höchsten Funktionen angeblich dienen.
Man wird sehen, ob Obama von der Einkreisungspolitik gegenüber Rußland abläßt, ob er die Kriege im Irak und in Afghanistan tatsächlich beenden will, ob er die unverschämte Einflußnahme der USA auf die EU-Staaten bezüglich einer Aufnahme der asiatischen Türkei unterläßt oder ob er die Verantwortung der USA für die Finanzkrise übernimmt oder die Welt dafür bezahlen läßt. Jeder vernünftige Mensch weiß die Antwort schon jetzt. Es werden sich nur Nuancen in der US-Politik ändern. Hier kann man ohne weiteres den ehemaligen BRD-Außenminister, Polizistenverprügler und Ladendieb Joschka Fischer zitieren, wonach, wenn sich Mehrheiten verändern, es andere Koalitionen geben mag, es aber keine andere Politik geben wird. Das ist, nebenbei gesagt das Prinzip der „westlichen Demokratie“, von der völlig zu unrecht behauptet wird, sie diene den Interessen der jeweiligen Völker.
Es versteht sich von selbst, daß Barack Obama den Spitzenplatz in der Berichterstattung in den Medien der Bundesrepublik Deutschland eingenommen hat. Die Kleidung der First Lady, die Stimmung in Obamas „Vater“-Land Kenia, Obama im Obdachlosenheim und im Schnellrestaurant, „die rauschende Ballnacht“ nach der Vereidigung …
Man hat ja sonst keine Themen. Und wir wollen hoffen, daß Abraham Lincoln recht behält, als er sagte: „ Man kann alle Menschen ein Zeit lang, einige Menschen immer, aber nicht alle Menschen für immer für dumm verkaufen.“
Barack Obama könnte sich für die deutsch-amerikanische Freundschaft verdient machen, wenn er alle US-Truppen aus Bayern und aus Deutschland abziehen würde. Dazu bedarf es aber größerer Umbrüche, sowohl in den USA, hauptsächlich aber in Deutschland, im Denken und Fühlen der Deutschen. Freiheit bekommt man nicht geschenkt, man muß sie sich erkämpfen. Wer sich wie ein Wurm benimmt, darf sich nicht wundern, wenn er getreten wird.
Noch können wir Deutsche dies ändern!