20.02.2009
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HRE - Diese Bank ist der Tod der BRD
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Zur Hauptseite wechselnNachfolgenden Beitrag hat npd-bayern.de vom Netzradio RADIO FREIHEIT übernommen.
Hätte man dem Selbstdenker vor einigen Tagen gesagt, daß die BRD samt EU als Folge der Weltwirtschaftskrise jetzt binnen Monaten auseinander fliegen könnte, so hätte sich dies gewiß manch einer gewünscht, es aber in so kurzer Zeit kaum für möglich gehalten. Und doch kann jetzt alles sehr viel schneller gehen, als mancher zu hoffen wagte.
Grund ist die Schieflage des gesamten Finanzsystems durch im Grunde verbrecherische Spekulationen. Daß hier noch große, sehr große Summen in sogenannten „toxischen Papieren“ als Leichen in den Kellern der Banken liegen, ahnen viele. Die Lage ist aber mittlerweile so ernst, daß die EU offenbar sogar Druck auf Zeitungen ausübt, bestimmte Zahlen nicht zu veröffentlichen.
Dem Brüsseler Korrespondenten der englischen Tageszeitung „The Daily Telegraph“ war es wie auch immer gelungen, an einen Geheimbericht der EU-Kommission zur Bankenkrise zu gelangen. Diese Informationen verarbeitete Bruno Waterfield zu einem Artikel, der am 11. Februar 2009 in der Internetausgabe des „Daily Telegraph“ erschien.
Das, womit wir es demnach zu tun haben, sprengt regelrecht die Vorstellungskraft, zeigt aber deutlich, mit welch krimineller Energie die Liberalkapitalisten samt etablierter Politik agierten.
Aus den Zahlen des geheimen EU-Berichts ging nämlich hervor, daß 44 Prozent der Vermögenswerte aller europäischen Banken, die in den Büchern noch mit 18,3 Billionen Euro beziffert werden, tatsächlich aus „hochgiftigen“ Schrottpapieren bestehen. Das bedeutet, daß das ganze europäische Bankensystem bankrott ist, und daß alles, was jetzt noch geschieht, nur noch dazu dient, den Untergang so lange wie möglich hinauszuzögern, bis die sogenannten Eliten ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben und ihre Vermögen sicher „Offshore“ deponiert werden konnten.
Das will man aber dem geneigten Publikum begreiflicherweise so nicht mitteilen. Entsprechend wurde ganz offensichtlich Druck auf den „Daily Telegraph“ ausgeübt, die Zahlen zu entfernen, was dann auch nach kurzer Zeit geschah. Doch das Internet vergißt glücklicherweise nicht so schnell.
Wenn man nun davon ausgeht, daß auch in der BRD die Vermögenswerte der Banken annähernd zur Hälfte aus „hochgiftigen“ Schrottpapieren bestehen könnten, dann wird klar, warum die etablierte Politik so krampfhaft versucht, den Zusammenbruch der „Hypo Real Estate“ (HRE) zu verhindern.
Wurde erst am 11. Februar 2009 der Garantierahmen für die HRE vom staatlichen Finanzmarktstabilisierungsfond SoFFin um weitere zehn Milliarden Euro auf bis dahin 102 Milliarden Euro aufgestockt, muß nach Meldungen vom 19. Februar 2009 schon wieder nachgeschossen werden. Laut “FAZ” könnte sehr bald eine Aufstockung der staatlichen Garantiesumme um bis zu 20 Milliarden Euro nötig sein. Es ist klar, daß dieses Faß ohne Boden darüber hinaus immer öfter befüllt werden muß, wenn die HRE nicht sofort zusammenbrechen soll.
Die BRD wird sich mit diesem Brocken verheben - unter anderem auch deshalb, weil die Bundesregierung international versprochen hat, daß sie keine für das Finanzsystem wichtigen Banken pleite gehen lassen werde. Und das wird der Steuerzahler noch bitter bereuen.
Denn wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ am 18. Februar 2009 berichtete, bedrohe die HRE den Finanzmarkt weit stärker als bisher vermutet. Mehrere Finanzexperten des Bundestages bestätigten am Mittwoch, daß der Münchener Finanzkonzern Kredit- und Derivatgeschäfte in Höhe von einer Billion Euro abgeschlossen habe. Eine Insolvenz des Geldhauses hätte „unabsehbare Folgen“ für die gesamte deutsche Volkswirtschaft, heißt es in Parlamentskreisen.
Kein Wunder also, daß sich jetzt sogar eingefleischte Liberalkapitalisten mit der Idee anfreunden können, marode Banken zu verstaatlichen, denn astronomische Verluste sozialisiert man gerne. Allerdings müßten genau deshalb bei den Selbstdenkern die Alarmglocken läuten, denn eine Übernahme maroder Banken wie der HRE durch den Staat bringt diesen selbst sofort in die Nähe des Staatsbankrotts. Doch ist dieser überhaupt noch abzuwenden?
Nein, die Frage ist nicht mehr, ob das System zusammenbricht, sondern nur noch wann. Verstaatlicht man die HRE, geht die BRD pleite, tut man es nicht, geht die BRD auch pleite. Der einzige Unterschied ist, daß man im ersten Fall die Sache noch etwas aufschieben kann, denn 2009 ist bekanntlich ein Superwahljahr. Und da könnte bei einem vorzeitigen Kollaps die Neigung vieler Millionen Wähler groß sein, mit dem Regime der etablierten Übeltäter ein für allemal abzurechnen.