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19.04.2007

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Antifaschismus ist keine Meinung

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22.03.2006 sondern eine Geisteskrankheit!
Vor einem halben Jahr hat die SPD- nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Broschüre unter dem Titel „Rechte Strukturen in Bayern 2005“ herausgegeben. Die Autoren der 175 Seiten starken Schrift sind Annemarie Dengg und Dr. Andreas Angerstorfer. Um es kurz zu machen: Dieses Pamphlet ist die Lachnummer des Jahres. Die Texte sind aus verschiedenen Quellen zusammengeschustert, so aus diversen Verfassungsschutzberichten und unterschiedlichen Antifa-Lohnarbeiten. Außerdem greifen die Autoren, beides übrigens wissenschaftliche Angestellte der Universität Regensburg, auf eigenes Material zurück. Zahllose Wiederholungen und die eigenwillige Gliederung lassen vermuten, daß es Dengg und Angerstorfer nur darum ging, schnelles Geld abzufassen. Es ist nämlich nicht anzunehmen, daß, außer dienstlich dazu verpflichteten Personen, sich jemand freiwillig dieses Sammelsurium von Tatarenmeldungen zu Gemüte führt. Es ist überflüssig, hier auf eine inhaltliche Würdigung einzugehen, es wird nichts geboten, was nicht schon hundertmal in den verschiedensten Systemmedien durchgekaut wurden ist. Insofern wäre dieses neueste Produkt der von Steuerzahler finanzierten Antifaindustrie nicht der Rede wert.
Laut einer Studie von Bernd Rabehl von der Freien Universität Berlin fließen ja jährlich etwa 700 Millionen Euro aus den verschiedensten Töpfen (aber letztendlich aus den Taschen der Steuerzahler) in die unterschiedlichsten Anti-Rechts-Projekte. Bemerkenswert am Elaborat von Dengg/Angerstorfer ist dessen offensichtliche Unprofessionalität und Niveaulosigkeit. Die Bildungskatastrophe ist offenkundig nicht nur ein Problem bei Schülern und Studenten. Es ist unbegreiflich, wie Angerstorfer zu seinen Doktortitel gekommen ist. Noch unbegreiflicher ist es, daß Dengg und Angerstorfer an einer Universität untergekommen sind. Das sagt einiges über die Qualität dieser Hochschule aus. Die Broschüre gliedert sich in drei große Themen: Zunächst die Beschreibung des „Rechtsextremismus“ und dessen Organisationen und Strukturen, dann eine Auflistung tatsächlicher oder vermeintlicher „rechter“ Straftaten in Bayern und zuletzt eine Anleitung, was man „dagegen“ tun kann. Das Letztere ist im Prinzip nichts anderes als eine Sammlung und Kurzkommentierung von Internetadressen, die vom Verfassungsschutz bis zum, vom Verfassungsschutz wegen extremistischer Aktivitäten beobachteten, Verein der Verfolgten des Naziregimes reichen. Daß ausgesprochene Totgeburten und Linkfriedhöfe wie „Gesicht zeigen“ von Paule Spiegel und „Mut-gegen rechte-Gewalt“ des Magazins „Stern“ mit aufgeführt sind, führt dazu, daß man diesen Abschnitt auf sage und schreibe 24 Seiten aufblähen konnte. Nicht weniger penibel werden „rechte“ Straftaten der letzten 11 (!) Jahre in Bayern aufgelistet. So erfährt man, daß am 12.10.1994 die Bahnpolizei einen Fahrgast wegen Sieg-Heil-Rufen, Hitlergruß und Horst-Wessel-Lied festgenommen hat. Nicht unbemerkt ist auch geblieben, daß im März 2001 auf einer Sitzbank in Gstadt am Chiemsee die Anweisung „Diese Bank ist nur für Arier“ eingeritzt wurde. Auch die Naziparolen eines 14jährigen beim Johannisfeuer 2003 in Großetzenberg sind engagierten Bürgern natürlich nicht verborgen geblieben. Ganz besonders abstoßend war aber die Beschriftung eines Sonnenschirmes, der samt Besitzerin von der Polizei im Sommer 2000 an einem Badesee in Niederbayern aus dem Verkehr gezogen wurden sein soll: „I bin so guat, i bin so schlau, i bin der Ade aus Braunau. Meine gasverseichten Buden – an Wahnsinn für die Juden ...!“ Die wissenschaftliche Leistung von Dengg/Angerstorfer kann man erst dann richtig würdigen, wenn man die mühsame Ermittlung der Anzahl der bayerischen NPD-Kreisverbände in Augenschein nimmt: Während man auf Seite 5 noch auf 31 Kreisverbände kommt, werden auf Seite 12 bereits 33 Kreisverbände gelistet. Auf Seite 54 ermittelt man dann 50 Kreisverbände. Kleiner Tip an alle Antifa-Rechercheure: Auf dieser Seite unter dem Vermerk „Verbände“ sind immer alle Kreisverbände aufgeführt. Und ganz wichtig: Immer die Flasche aus der Hand stellen oder den Joint weglegen, wenn man schreibt! Anders ist es auch nicht zu erklären, daß berichtet wird, die NPD habe 1991 auf einem Landeskongreß alle Kreis- und Bezirksverbände aufgelöst. Welch Unsinn!
Bereits jahrelang verstorbene Kameraden werden noch als Funktionsträger angeführt. Auch der vor fast 10 Jahren ausgetretene ehemalige „Republikaner“-Kreisvorsitzende von Erlangen-Höchstadt führt bei Dengg/ Angerstorfer ein grauenhaftes Untotendasein, muß er doch immer noch in seiner alten Funktion Schlierer und Gärtner zu Diensten sein. Richtig lustig wird es aber erst noch. Da die Autoren vermutlich bereits bei der Recherche mächtig gefordert waren, konnte offensichtlich auf eine vernünftige Formulierung kaum noch Rücksicht genommen werden. Die Ansammlung von Stilblüten, reinem Schwachsinn und diversen Deutsch-Schwächen ist gewaltig. So konnte die abgefeimte Taktik der „Nazis“ bei der Durchführung von Rechtsrock-Konzerten enttarnt werden, eine Hinterlist, die selbst hartgesottenen Antifa-Recken vor Wut die Tränen heraustreibt: „Meist ist aber der zuerst angegebene Veranstaltungsort weit vom tatsächlichen entfernt. (Dieses konspirative Verhalten dient einzig und allein dazu, Polizei und Verfassungsschutz in die Irre zu führen.) Die Konzerte finden ausschließlich an Wochenenden statt. Während der Woche gehen die meisten Jugendlichen zur Schule oder zur Arbeit.“ Zur Vermeidung von Verwirrung wird folgendes klargestellt: „Bei „Skins“ und „Skinheads“ handelt es sich einheitlich um rechte Skinheads.“ Eines ist aber auch Dengg/Angerstofer klar: „Die Schließung bzw. die staatlichen Sparmaßnahmen bei Jugendeinrichtungen und –förderungen sind Sand auf die Mühlen der Rechtsextremisten!“ . Sandmühlen gibt es vielleicht in Israel.

In Wahrheit ist die Dengg/Angerstorfsche Hirnleistung Wasser auf unsere Mühlen,
wird uns damit doch erneut vor Augen geführt, mit was für einem Gegner wir es zu tun haben. Im Fußball
heißt es, Geld schießt keine Tore. Und auch noch soviele hundert Millionen Euro werden nicht verhindern
können, daß sich mehr und mehr Deutsche, vor allem junge Deutsche, angewidert von den hochbezahlten
Antifanten und Vergangenheitsbewältigern abwenden, weil dasselbe Personal für den wirtschaftlichen und
sozialen Niedergang unseres Landes verantwortlich ist.

Die Broschüre „Rechte Strukturen in Bayern 2005“ ist kostenlos zu beziehen beim Bayernforum der
Friedrich-Ebert-Stiftung, Telefon 089/51555240, Fax 089/51555244, E-Post bayernforum@fes.de.
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