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03.02.2009

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Aus für die Fichtelgebirgsautobahn!

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Das Projekt Fichtelgebirgsautobahn ist gestorben. Gott sei Dank ist die Bundesrepublik Deutschland finanziell nicht mehr in der Lage, ein derartiges Projekt durchzuziehen.
Dies konnte man aus der Erklärung von CSU-Innenminister Herrmann in der vergangenen Woche schon heraushören. Alle geplanten Trassen (über Gefrees oder die Südlösung) hätte verheerende Eingriffe in die weitgehend intakte Natur des Fichtelgebirges bedeutet. Auch der Widerstand der Bewohner gegen die Fichtelgebirgsautobahn ließ bei der CSU nach dem Debakel bei der Landtagswahl wohl die Erkenntnis reifen, daß sie sich in einem wichtigen Wahljahr nicht noch mehr Gegner machen will. Nunmehr soll die bestehende B 303 zwischen Marktredwitz und Schirnding vierstreifig ausgebaut werden und so der Anschluß an die bis nördlich von Eger bereits vorhandene Autobahn aus Böhmen geschaffen werden. Da auf dem Streckenabschnitt zwischen Bad Berneck und Tröstau in den letzten Jahren Teile der B 303 bereits vierstreifig oder dreispurig ausgebaut wurde und dafür Bergwald weichen musste, ist mit dieser Lösung hoffentlich ein Ende der Diskussion absehbar. Letztlich muß es Ziel der Politik sein, Verkehr zu verringern und nicht durch immer neue Straßen dem Freihandelsunwesen und dem Wirtschaftsliberalismus Tür und Tor zu öffnen. Die gleichen Politiker, die sich lauthals über den hohen Kohlendioxidausstoß von Kühen (!) beschweren und dem Bürger daher empfehlen, weniger Fleisch zu essen oder ihnen ein schlechtes Gewissen einreden wollen, weil die Stand-By-Lampe der Musikanlage andauernd brennt, sind doch für die Vervielfachung des Schwerlastverkehr in Deutschland und Europa verantwortlich.
An dieser Stelle sei noch einmal die Erklärung der NPD Oberfranken aus dem Jahr 2001 dokumentiert. Eine gute Nachricht für das Fichtelgebirge.


Heimat Oberfranken schützen – Nein zur Globalisierung
Erklärung des NPD - Bezirksverbandes Oberfranken


Die Globalisierung ist der hemmungslose Drang nach Größe. Deren Ursache liegt im hemmungslosen Materialismus der herrschenden liberalistischen Politik, deren wirtschaftliche Ausformung der Kapitalismus ist. Der Drang nach Größe schafft sich ständig wachsende Märkte. Die Globalisierung wird von den Verharmlosern der Großkonzerne gerne als konsequente Fortsetzung der internationalen Arbeitsteilung dargestellt. In Wahrheit bedeutet die Globalisierung das Ende der verschiedenen Völker und Kulturen, wobei unter Kultur die Gesamtheit der politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Lebensformen zu verstehen ist. Der Grundgedanke der Globalisierung ist relativ einfach: der Wegfall aller Grenzen und Regulierungen soll Arbeit, Arbeitskräfte, Waren, Dienstleistungen und Kapital in Bewegung setzen und schließlich dorthin leiten, wo sie am effektivsten, am gewinnbringendsten eingesetzt werden können.
Deshalb schafft die Globalisierung Verkehr, der Transport von Waren und Arbeitskräften ist die Grundvoraussetzung der Globalisierung. Deshalb werden immer leistungsfähigere Verkehrswege benötigt.

Heimat wird dadurch zu Markt und Standort herabgewürdigt.
Wir oberfränkischen Nationaldemokraten lehnen diese Entwicklung radikal ab.


Alle Systemparteien befürworten den Beitritt der Tschechei in die sogenannte „Europäische Gemeinschaft“. Das renommierte Münchner Ifo-Institut kommt in einer Studie zum Ergebnis, daß neben vier bis fünf Millionen Einwanderern aus Polen und der Tschechei, mindestens noch 250 000 Grenzpendler zu erwarten sind. Angesichts des Lohngefälles dürfte Bayern eine stärkere Anziehungskraft besitzen, als die wirtschaftlich schwach entwickelten mitteldeutschen Bundesländer. Oberfranken wiederum ist eine der hauptbetroffenen bayerischen Regionen.
Seit Oktober 2000 wird von den Globalisierern der Bau der sogenannten Fichtelgebirgsautobahn- Großraum Bayreuth-Eger- propagiert. Die Planungen sind im Gange. Die Befürworter dieser Autobahn versuchen die betroffene Bevölkerung mit altbekannten Parolen einzulullen, nachdem ein Autobahnanschluß die unverzichtbare Bedingung möglicher Investoren sei und damit in der von Arbeitslosigkeit betroffenen Region Arbeitsplätze geschaffen würden.
Die Katze aus dem Sack ließ der bayerische Staatsminister Dr. Schnappauf, als er die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Verbindung zwischen Nordbayern und Böhmen unterstrich.
Wir lehnen den Bau einer Autobahn durch das Fichtelgebirge ab. Durch die Autobahn würden mehr Arbeitsplätze vernichtet, und nicht nur in Nordost-Oberfranken, als durch das Transportgewerbe und deren Dienstleister geschaffen würden. Und nur solche „Arbeitsplätze“, welche die Verkehrsprobleme weiter verschärfen, würden geschaffen. Die Menschen im Fichtelgebirge wären, wie nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, als ihnen auch Hoffnungen auf eine goldene Zukunft gemacht wurden, wieder nur Zaungäste, während auf ihrem Rücken von den Globalisierern Milliarden gescheffelt werden. Das Fichtelgebirge hat einen Autobahnanschluß mit der A 93 Regensburg-Hof. Die NPD befürwortet als West-Ost-Verbindung die Fertigstellung der A 6 Nürnberg- Pilsen, wo auf bayerischem Gebiet nur noch 30 km fehlen, deren Fertigstellung von der Bundesregierung auf die Jahre 2008/2009 terminiert wird.

Das Fichtelgebirge ist als naturnaher Lebensraum zu schützen und zu bewahren.

Den Menschen muß in ihrer Heimat durch die Wiedererschaffung regionaler Wirtschaftskreisläufe das wirtschaftliche Auskommen gesichert werden. Dazu ist der Teufelskreis der Globalisierer zu verlassen.
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