07.09.2009
Nach dem verheerenden Luftangriff vom 4. September auf zwei gekaperte Tanklastwagen in Nordafghanistan sind nach ersten Erkenntnissen einer Nato-Untersuchungskommission etwa 125 Menschen ums Leben gekommen. Das wären weit mehr als die von Bundesverteidigungsminister Jung genannten 56 Toten.
Mindestens zwei Dutzend der Opfer sollen sogar nach Einschätzung der Nato-Kommission keine Taliban gewesen sein. Afghanische Quellen geben eine höhere Zahl der getöteten Zivilisten (über 50) an. Es gibt eine Version, die nicht dem westlichen Denkmuster entspricht: Die Taliban haben zwei Tanklastzüge entführt und wollten den Treibstoff gerade unter Zivilisten verteilen. In diesem Moment kam der verhängnisvolle US-Luftangriff, der von einem Bundeswehroffizier angefordert worden ist.
Die BRD hat durch dieses Kriegsverbrechen wohl den Rest ihrer Reputation in der arabischen Welt verspielt. Wenn die BRD-Justiz noch glaubwürdig sein will, sollte sie sich mit der Aufklärung und Aburteilung aktueller Kriegsverbrechen beschäftigen und endlich aufhören, Handlanger rachgieriger Siegerjustiz zu spielen und über 90jährige für angebliche Kriegsverbrechen vor über 60 Jahren zu verurteilen. Mit auf die Anklagebank gehören heute Kanzlerin und Verteidigungsminister.
Die oberbayerische NPD veranstaltet zusammen mit Nationales München und der BIA am Freitag, den 11. September 2009 um 18 Uhr auf dem Marienplatz der Landeshauptstadt München die dritte Kundgebung der Reihe „Bundeswehr raus aus Afghanistan“. Das Thema hat durch den Luftangriff vom 4. September ungeahnte Aktualität gewonnen. Auf nach München!