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Nach der Schweiz leitet jetzt auch das EU-Mitglied Italien eine Umkehr in der Ausländerpolitik ein. Ab dem nächsten Schuljahr gilt: Maximal 30 Prozent Ausländerkinder in den Klassen.
Wie das italienische Bildungsministerium am 8. Januar in Rom mitteilte, soll die Maßnahme schrittweise ab der ersten Volksschulklasse eingeführt werden.
Das Vorhaben sei nicht gegen ausländische Schüler gerichtet, sondern solle ihrer Integration dienen, betonte Ministerin Maria Stella Gelmini. Man wolle die Bildung von „Ghetto-Klassen“ mit einer Mehrheit von Migrantenkindern vermeiden.
Die Regierung in Rom hatte im Rahmen einer Schulreform bereits ab diesem Schuljahr Klassen für Immigranten-Kinder eingeführt. Diese speziellen Klassen seien zum Vorteil von ausländischen Schülern gedacht, die kein Italienisch können.
Nach Angaben des Bildungsministeriums in Rom gibt es 502.000 ausländische Schüler an italienischen Schulen, was einem Anteil von 5,6 Prozent entspricht. Der Anteil sei gegenüber 2005 um 18,2 Prozent gestiegen.
In Deutschland ist der Anteil der Ausländerkinder an den Grundschulen wesentlich höher. In den Städten bewegt sich der Anteil bereits auf die 50-Prozent-Marke zu. In einigen Städten, wie z.B. in Offenbach oder Augsburg ist diese Marke bereits überschritten. Schülereltern fordern deshalb schon seit längerem, die Klassen nach der Muttersprache zu trennen, um ein besseres Lernen zu fördern.
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© Susanne Beeck / PIXELIO / www.pixelio.de![]()














