02.03.2010
Der monatelange Streit um die Besetzung des Beirates der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ durch die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach, ist zu Ende. Herausgekommen ist ein mehr als fauler Kompromiß. Bekanntlich steht dem Bund der Vertriebenen das Recht auf die Benennung ihres Vertreters uneingeschränkt zu. Außenminister Westerwelle agitierte in unerträglicher Weise gegen Frau Steinbach, weil diese es vor zwanzig Jahren gewagt hatte, zusammen mit anderen anständigen Bundestagsabgeordneten gegen die Oder-Neiße-Grenze zu stimmen. Wie schaut nun der „Kompromiß“, gegen den antideutsche Figuren, wie SPD-Thierse immer noch wettern, nun in Wahrheit aus? Der Bund der Vertriebenen erhält nunmehr sechs, statt bisher drei Sitze im Stiftungsrat. Aber: Der Stiftungsrat wird gleichzeitig von 13 auf 21 Mitglieder erweitert und damit bleiben die Vertreter der deutschen Heimatvertriebenen wie bisher in der Minderheit, denn auch die Kirchen und der Zentralrat der Juden erhalten künftig zwei Sitze statt einem, dazu kommen Mitglieder vom Auswärtigen Amt Westerwelles, des Innenministeriums, des Kanzleramtes und die Präsidenten des Deutschen Historischen Museums und der Stiftung „Haus der Geschichte“.
Für Schuld- und Bußrituale statt des Gedenkens an das größte Vertreibungsverbrechen der Geschichte und den Massenmord an drei Millionen Deutschen ist also hinreichend gesorgt.