03.11.2011
Lesezeit: etwa 2 Minuten
Gekaufte Minister
»
Zur Hauptseite wechselnNach der überraschenden Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou, über die so genannten Rettungsmaßnahmen für das Land eine Volksabstimmung durchführen zu wollen, brach bei den Euro-Fanatikern in Hochfinanz und Politik Panik aus. Verständlich, werden die Griechen doch seit Monaten für den Profit der Banken ausgepreßt. Somit wäre ein Nein zum Weiter so! bei einer Volksabstimmung sehr wahrscheinlich. Die Folge wäre natürlich der Stopp weiterer „Rettungszahlungen“ an den griechischen Staat, de Facto an französische und andere Banken, die griechische Staatsanleihen halten, durch die Staaten der Euro-Gruppe, daraus folgend der Staatsbankrott Griechenlands im Dezember und daraus folgend der Austritt Griechenland aus der Euro-Zone. Die Rückkehr zur Drachme würde die Griechen in die Lage versetzen, sich aus den Krallen der Finanzindustrie zu befreien und – ähnlich wie Argentinien – wieder eine echte Chance für den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu erhalten. Und Griechenland wäre natürlich dann ein Vorbild für Portugal, Spanien oder sogar Italien. Das galt es von Seiten der Hochfinanz selbstverständlich zu verhindern, es galt zu verhindern, daß es in Griechenland, der Wiege der Demokratie, zu dieser Volksabstimmung kommt. Man muß kein Prophet sein, um zu wissen, daß sich die Ehefrauen einiger Minister und Abgeordneter der griechischen Regierungspartei, der Sozialisten, in den nächsten Tagen über Überweisungen oder Barzahlungen in sechsstelliger Höhe von irgendwelchen Stiftungen oder Nichtregierungsorganisationen freuen dürfen.
So sehr man Giorgios Papandreou für seinen mutigen Schritt Anerkennung zollen muß, bleibt festzustellen, daß das Nachkriegs-Griechenland ein halbfeudaler Staat ist, der entweder von der Familie Papandreou (vorgeblich sozialistische Partei), oder der Familie Karamanlis (vorgeblich konservative Partei) beherrscht wird. Einige hunderttausend korrupte Profiteure beider Lager dieser Vetternwirtschaft werden alles tun, um an den Futtertrögen zu bleiben. Zur Not muß eben die Normalbevölkerung über die Klinge springen. Daher wird die Regierung Papandreou stürzen, es wird keine Volksabstimmung geben, und das griechische und alle anderen europäischen Völker werden weiterhin für die Hochfinanz zahlen müssen.
Das treibt auch die Börsenkurse in die Höhe.
Die Europäische Union mitsamt ihrer Organe ist keine demokratisch legitimierte Organisation, sondern eine Vereinigung von Knechten der Hochfinanz, die – sollte sich der Wind einmal drehen – allesamt vor Gericht gestellt gehören. Gibt es einen Ausweg? Den gibt es. Die Freiheit so zu handeln, wie es jedes Volk und jeder Staat von jeher für richtig hielt.
Freiheit, Volksherrschaft, soziale Gerechtigkeit – für die Einheit dieser drei Grundvoraussetzungen menschenwürdiges Lebens steht nur die NPD.