06.12.2011
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Aggressive Einwanderer
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Zur Hauptseite wechselnNicht nur in unseren Städten sind sie zu finden, auch in immer mehr fränkischen Gewässern breiten sie sich aus: aggressive Einwanderer, die sich stark vermehren, tödliche Krankheiten einschleppen und die angestammten Lebensformen verdrängen. Aber Spaß beiseite. Zwei nordamerikanische Krebsarten, der Signalkrebs und der Kamberkrebs, vor Jahren nach Deutschland eingeschleppt, vermehren sich unaufhaltsam in unseren heimischen Gewässern. In Oberfranken finden sich die größten Vorkommen in der Itz, im Main, in der Pegnitz und im Ailsbach bei Ahorntal in der Fränkischen Schweiz. Die eingewanderten Krebse breiten sich nicht nur sehr stark aus, sondern sie machen auch den einheimischen Krebsarten wie dem Steinkrebs oder dem Edelkrebs die Weibchen streitig. Zudem übertragen die Amerikaner die gefürchtete Krebspest, eine Pilzerkrankung, die ihnen selber nichts ausmacht, aber die einheimischen Arten tödlich infiziert und damit die gesamten Bestände komplett vernichtet, mit denen sie aufeinander treffen.
Oberfränkische Fischereivereine versuchen durch das Aussetzen von Raubfischen der amerikanischen Bedrohung Herr zu werden – mit geringem Erfolg, weil die Vermehrung der fremden Krebse sehr stark ist. Das beste Mittel gegen die aggressiven fremden Krebse ist es, so sagen Fischereiexperten, von ihnen so viele wie möglich zu verspeisen, denn Signalkrebse schmecken vorzüglich und könnten auch Eingang in die oberfränkische Gastronomie finden.
Heimat zu schützen bedeutet also auch, amerikanische Krebse zu fangen, sie an Gaststätten zu verkaufen oder selber zuzubereiten. Etwa ein Dutzend Krebse sind für eine Portion erforderlich.