npd-bayern.de - NPD Landesverband Bayern

05.02.2021

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Industrienation Deutschland adé – Ein Standort, der mehr fällt als steht

 

Axel Michaelis

Vier Monate nach dem Börsengang hat SIEMENS ENERGYeinen massiven Stellenabbau angekündigt. Bis zum Jahre 2025 sollen weltweit 7800 Arbeitsplätze abgebaut werden, 3000 davon in Deutschland. In Bayern werden hauptsächlich die Standorte in Erlangen und Nürnberg betroffen sein, vorwiegend in Verwaltung, Vertrieb und Management. Nun hat dieser Stellenabbau zunächst nichts mit einer Krise des traditionsreichen Konzerns zu tun, der immerhin schwarze Zahlen schreibt, sowie auch die Betroffenen nicht in namenloses Elend stürzen werden, indem dieser Stellenabbau über Vorruhestandslösungen, Abfindungen und anderen Maßnahmen sozialverträglich abgefedert wird. Nichtsdestotrotz ist schwerlich zu übersehen, dass sich Meldungen dieser Art in ähnlich gelagerte Pläne von BWM oder den Automobilzulieferern Schaeffler, Thyssen-Krupp, Mahle, Mann+Hummel, Continental, MC Powertec, Vitesco, IMS Gear, Bosch, Marquardt, WAFA, JD Norman, ZF Friedrichshafen und vieler anderer Firmen einreihen.

Wertschöpfung lastet auf immer weniger Schultern

Wenngleich auch hier in den meisten Fällen versucht werden dürfte, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten, sodass die Auswirkungen für die Betroffenen überwiegend nicht den Grundstein einer Hartz-IV-Dynastie legen sollten, bleibt dies langfristig für die Volkswirtschaft nicht folgenlos. Man sollte angesichts dieser Entwicklung nicht aus dem Auge verlieren, dass von den nur 27 Millionen Nettosteuerzahlern in Deutschland, ganze zwölf Millionen wiederum ihr zwar ebenfalls zu versteuerndes Gehalt direkt oder indirekt aus Steuergeldern beziehen. Somit verbleiben nur noch 15 Millionen Beschäftigte in Industrie, Handwerk und Dienstleistungen, welche die Wertschöpfung in unserem Land erbringen. Die restlichen 56 Millionen Menschen in Deutschland leben somit von Minijobs, Mindestlöhnen, sozialen Leistungen usw. (darunter sind natürlich auch die Kinder und Jugendlichen, die kein Einkommen haben können).

SIEMENS, BWM und die anderen genannten Unternehmen zahlen ihren Festangestellten in der Regel sehr gute Löhne und tragen damit nicht unerheblich zum Steueraufkommen und zu den Einnahmen der Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung bei. Bereits ab 75 000 Euro Jahresverdienst greift bekanntlich schon der Spitzensteuersatz von 42 Prozent, was eine Jahreslohnsteuer bei dieser Summe in Höhe von 31 500 Euro bedeutet. Dies zeigt die Problematik der gegenwärtigen Entwicklung, da diese gut bezahlten Stellen, die man nun abbaut gerade nicht mehr neu besetzt werden, sprich für die nachrückende Generation nicht mehr zur Verfügung stehen. Dadurch wird allgemein eine volkswirtschaftliche Kettenreaktion ausgelöst.

Gender-Wahn ersetzt keine Industriepolitik

Wer weniger Geld zur Verfügung hat, wird Brot und Backwaren nicht mehr beim selbständigen Bäcker, sondern Billigware in der Discounter-Kette kaufen. Ebenso sieht es in allen anderen Bereichen aus, was die entsprechenden Betriebe schwächen und schlimmstenfalls zur Aufgabe zwingen wird. Diese Abwärtsspirale beginnt langsam, fast unmerklich, und da eine moderne Volkswirtschaft auf hochkomplexen Vernetzungen aufgebaut ist, schädigt der technologisch-industrielle Niedergang die gesamte volkswirtschaftliche Interaktionsfähigkeit. Wer glaubt, ohne die industriellen Wertschöpfungskerne, sich eine Armada von Gender-, Gleichstellungs-, Klima- oder Menschenrechtsbeauftragte leisten zu können, sollte schnellstens einen Kurs in Volkswirtschaftslehre auf einer Volkshochschule belegen.

Nun könnte man Schulter zuckend sagen, na gut, die Welt ändert sich, schließlich gibt es heute auch kaum noch Hufschmiede oder Pechsieder. Doch so einfach ist es leider nicht, zumal die Zerstörung von für Deutschland lebenswichtigen Schlüsselindustrien oftmals geradezu politisch gewollt zu sein scheint, oder doch zumindest von der Politik nicht nur zu verantworten, sondern billigend in Kauf genommen. Die Liste von ideologisch motivierten Irrwegen und Fehlentscheidungen ist lang, und die Coronapanik mit völlig überzogenen Repressions- und Gängelungsmaßnahmen tut ein Übriges dazu. Eine Energiewende, die den Klimawandel einzig und allein, ausschließlich dem Menschen zuschreibt und als Lobby-Geschäftsmodell instrumentalisiert, dadurch auch das ehemalige Kerngeschäft von SIEMENS in Deutschland zerstört, eine Technik- und Technologiefeindlichkeit, die bezüglich Verbrennungsmotoren oder konventionelle Kraftwerken regelmäßig gleich das Kind mit dem Bade ausschüttet, aber die Fahrradreparaturwerkstatt als innovatives Geschäftsmodell abfeiert, tut seriöser Ökologie keinen Gefallen.

Infrastrukturelle Diaspora

Substanzverschleißendes hat wertschöpfend-produktives Wirtschaften abgelöst– in vielen Bereichen ist Deutschland von der Weltspitze weit abgehängt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Die Infrastruktur verfällt immer mehr und sinnvolle Eisenbahnverkehrsprojekte, wie die Zuläufe zum Brennerbasistunnel oder dem Gotthard-Basistunnel werden erst in zehn oder fünfzehn Jahren realisiert werden, wenn überhaupt. Die Schweizer und Tiroler werden bis dahin genötigt, sich betreffend der LKW-Kolonnen in Toleranz zu üben. Schulen und Universitäten sind längst keine Bildungsstätten im klassischen Sinne mehr, sondern Ideologisierungsanstalten, welche in großer Zahl für das Alltagsleben zu naive und speziell das Wirtschaftsleben vielfach berufsunfähige junge Menschen entlassen, die körperlicher Arbeit abgeneigt und für Tätigkeiten in den wertschöpfenden Wirtschaftskernen nicht einsetzbar sind. Deutschlands Wirtschaftsführer wissen natürlich sehr wohl um diese Probleme, und ziehen für ihre weltweit operierenden Firmen die Konsequenzen. Schließlich gibt es durchaus noch Länder, in denen SIEMENS, BMW und WACKER-CHEMIE willkommen sind. – Eine Volkswirtschaft ist nur so stark, wie es seine Wirtschaft zu organisieren vermag und gute Arbeitsmarktpolitik ist immer noch die beste Form der Sozialpolitik!

Sozial geht nur national – deshalb jetzt NPD-Mitglied werden!

» Zur Hauptseite wechseln

Werbemittel der NPD-Bayern

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: