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19.04.2007

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Sinti und Roma fordern Strafe für Polizisten

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06.12.2005 Sinti und Roma (auch bekannt als Zigeuner) fordern Strafe für Polizisten Der Zentralrat hat von Innenminister Günther Beckstein die sofortige Suspendierung eines 53-jährigen Kriminalhauptkommissars aus Fürth gefordert.
Der habe mit einem „rassistischen Hetzartikel" in der Polizei-Zeitschrift "der kriminalist" unter Beweis gestllt, dass er nicht mehr auf dem Boden des Rechtsstaats stehe.
Anlaß für das Ansinnen der Landfahrer-Anführer war ein Artikel des baden württembergischen Kripobeamten Günther Weiss: Selber Zigeuner, hatte er in der Juli-Ausgabe des Blattes einen Artikel über Kultur, Geschichte und angebliche Verfolgung seiner Stammesgenossen geschrieben. Auch auf sogenannte Vorurteile gegenüber Zigeunern ist Weiss eingegangen.
Ein Fürther Polizeibeamter fühlte sich von der „einseitigen Argumentation“ des Artikels „provoziert“. Wiederholt habe er sich als Sachbearbeiter für Eigentumsdelikte mit der abgeschotteten und teilweise konspirativen Lebensweise sowie der Kriminalität von Zigeunern beschäftigt, schrieb er in einem Leserbrief. zu dem Artikel von Weiss. Wörtlich heißt es da: „Uns wurde von Sintis erklärt, dass man sich als Made im Speck der Wohlfahrtsgesellschaft fühlt" und "Wer begeht denn die meisten Trickdiebstähle? Ist es ein Vorurteil, wenn sich Bürger beschweren, dass Sinti mit dem Mercedes vor dem Sozialamt vorfahren?". Außerdem beschäftige diese Bevölkerungsgruppe die Behörden seit Jahrzehnten überproportional. Der Zentralrat der Sinti und Roma schäumt nun über den angeblich gezielten Rassismus und fordert von Beckstein, sich von derartiger Stimmungsmache zu distanzieren "um weiteren Schaden von der bayerischen Polizei sowie den Sinti und Roma abzuwenden". Beckstein reagierte natürlich prompt. Sein Sprecher Michael Ziegler erklärte, dass man sofort reagiert habe und der Fürther Beamten versetzt wurde. Auch der CSU-Arbeitskreis Polizei, der Delinquent ist dort Mitglied, solle den Fall untersuchen. Weiterhin habe man die Sache der Statsanwaltschaft vorgelegt und disziplinarrechtliche Vorermittlungen eingeleitet. Diese Ergebnisse will der Bund Deutscher Kriminalbeamter abwarten, ehe mögliche Konsequenzen folgen – dort ist der betroffene Polizist stellvertretender Landesvorsitzender. Landeschef Thurner dazu: "Ich bezweifle aber, dass etwas festgestellt wird".
Der Fürther Polizeibeamte ist von den heftigen Reaktionen überrascht, er habe aber auch viel Zuspruch bekommen. Der Vorgang zeigt, was von Innenminister Beckstein zu halten ist. Er läßt einen Polizisten wegen Verstoß gegen die politische Korrektheit einfach über die Klinge springen. Das Thema Zigeuner hatte vor etwa drei Jahren bereits die bayerische Polizei beschäftigt. Ab Oktober 2001 beendete Bayern die Sondererfassung von Sinti und Roma in Polizeidateien. Der Zigeuner-Zentralrat hatte im Juli 1998 vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen diese Praxis Verfassungsbeschwerde eingelegt. Zu einem Urteil kam es durch die Entscheidung des bayerischen Innenministeriums nicht. Danach solle die Rubrik „Sinti/Roma“ nicht mehr in Polizeiformularen zur Personenbeschreibung geführt werden. Statt dessen solle nur noch der Begriff „südländisch“ verwendet werden. Es konnte natürlich nur einem „politisch korrekten“ Gehirn in den Sinn kommen, anstatt bestmöglicher Beschreibung in der Personenbestimmung den indifferenten Begriff „südländisch“ zu verwenden. Jedem ist der äußerliche Unterschied zwischen einem Italiener, einem Türken und einem Zigeuner bekannt!
Auch Sonderdateien über Autokennzeichen und sogenannte Zigeuner-Sippenführer sollten vernichtet werden. Der Zigeuner-Zentralratschef Romani Rose forderte gar eine „nachprüfbare“ Vernichtung der bisher gesammelten Dateien. Aus der Sicht der Zigeuner-Führer verstieß die bayerische Praxis gegen das von der BRD im Jahre 1995 unterzeichnete Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten. Damals unterstützen die bereits zu ihren Ahnen abgerufenen Simon Wiesenthal und Ignaz Bubis das Ansinnen der Zigeuner. Die NPD ist im Übrigen nicht der Meinung, daß es sich bei den Zigeunern um eine klassische Minderheit handelt. Dies sind auf deutschem Volksboden die Sorben in Sachsen und Brandenburg, die Kaschuben in West- und Ostpreußen, die Ladiner in Südtirol, die Dänen in Südschleswig, die Ungarn im Burgenland oder die Slowenen im südlichen Kärnten. Raumfremde Zuwanderer aus den entfernesten Winkeln der Welt können alles Mögliche sein, autochtone Minderheiten sind sie nicht. Zivilisierte Nationen gewähren ihren Minderheiten selbstverständlich alle Rechte – und fordern auch alle Pflichten. Die Tatsache aber, daß Einwanderer den Status von nationalen Minderheiten erlangen können, läuft mittel- bis langfristig auf die Entrechtung der angestammten Mehrheitsbevölkerung und der angestammten Minderheiten heraus. Und nicht nur auf eine Entrechtung, sondern auch auf eine Entreicherung der Einheimischen durch die Einwanderer.

PS: Zum Thema Entreicherung der Deutschen ist als kleines Beispiel zu nennen, daß die Bundesregierung die Rekonstruktion und Renovierung einer alten Karawanserei in Mossul im kurdischen Teil des Irak bezahlt. Es ist immer wieder interessant, zu erfahren, wofür ein Staat, der angeblich kein Geld mehr für das eigene Volk hat – und möglichst viele Aufgabe des Staates auf ehrenamtliches Wirken seiner Bürger abwälzen will – immer noch ein paar Euro übrig hat. Wie wäre es, die irakischen Asylanten, die in der BRD ein relativ angenehmes Leben führen (manch einem reicht das ja nicht, wie der Mord an Rudolf „Mosi“ Mooshammer“ gezeigt hat), umgehend dorthin zurückzubefördern, wo sie hergekommen sind? Angeblich soll ja im kurdischen Teil des Irak mittlerweile tiefster Frieden herrschen. Aber das ist von den Herrschenden in diesem Land nicht zu erwarten. Und so wird die Zahl derer, die in Polizeiprotokollen als „südländisch“ beschrieben werden, wohl weiterhin steigen. Hoffentlich können sich die vielen Polizeibeamten, die von der politischen Führung verheizt werden, bald dazu durchringen, die etablierten Partei so abzustrafen, daß ihnen Hören und Sehen vergeht.
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