19.04.2007
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Karlsbader Oblaten - oder Frechheit siegt
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Zur Hauptseite wechseln01.12.2005 Wer kennt nicht die berühmten Karlsbader Oblaten.
Ein in Karlsbad ansässiges Familienunternehmen, welches die bekannte Waffel produzierte, wurde, ebenso wie drei Millionen Sudetendeutsche aus ihrer Heimat vertrieben. Es gelang ein Waffeleisen an den tschechischen Vertreibern vorbei zu schmuggeln. In Dillingen, im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, wurde die Firma wiederaufgebaut. Seit über fünfzig Jahren kann man die original „Karlsbader Oblaten“, die in der neuen Heimat des sudetendeutschen Familienunternehmens produziert werden, kaufen. Aber ziemlich sicher nicht mehr lange. Ein tschechisches Unternehmen, daß im in Karlowy Vary umbenannten Karlsbad ebenfalls Oblaten herstellt, hat beim Europäischen Gerichtshof Klage eingereicht: Karlsbader Oblaten dürften nur dann Karlsbader Oblaten heißen, wenn diese auch in Karlsbad hergestellt werden – analog zu Nürnberger Bratwürstchen oder Münchner Weißwurst. Die Firma in Dilligen soll ihre nach altem Familienrezept hergestellten Oblaten nicht mehr Karlsbader Oblaten nennen dürfen. Die Aussichten auf Erfolg der Klage sind sehr hoch, um nicht zu sagen, gewiß. Dies wird das wirtschaftliche Ende des Familienunternehmens bedeuten, da es nicht die Mittel hat, langwierige Prozesse durchzustehen. Bisher ist nur eine Verlautbarung des CSU-Europaabgeordneten Wuermeling bekannt geworden, der meinte, gegen diese „unakzeptable Ungerechtigkeit“ werde man sich „vehement“ wenden. Erfahrungsgemäß darf man auf solcherlei wohlfeile Ankündigungen nicht unbedingt vertrauen. Es ist eher zu befürchten – da es ja nur sehr wenige bedrohte Arbeitsplätze betrifft -, daß man irgendwann schulterzuckend sagt: „Wir hätten ja gern gewollt, aber wir haben nicht gekonnt!“ Das nächste Pfingsttreffen der Sudetendeutschen wird die CSU in jedem Falle wieder dazu nutzen, die Vertriebenen als Stimmvieh zu gewinnen. Sind doch laut offizieller CSU-Sprachregelung die Sudetendeutschen der vierte Stamm in Bayern. Die Nachfahren der Mörder und Räuber ruinieren noch über 60 Jahre nach der Vertreibung sudetendeutsche Unternehmen und Familien. Und die BRD finanziert über maßlose Zahlungen an die EU die Tschechei, fördert durch deutsches Steuergeld die Neuansiedlung von deutschen Unternehmen in der Tschechei, die hier den Laden dicht machen und zehntausende Deutsche auf die Straße setzen. Eine deutsche Regierung würde der betroffenen Firma politische und juristische Unterstützung zusagen, sowie der tschechischen Regierung und dem Europäischen Gerichtshof, der über den Fall zu befinden hat, unmißverständlich klarmachen, daß ein gegen die deutsche Firma gerichtetes Urteil nicht anerkannt werde und auf den Vertrieb des Produktes auf dem deutschen Markt keinerlei Einfluß haben wird. Aber da wir keine Regierung haben, die sich für deutsche Interessen einsetzt, ist derartiges Verhalten nicht zu erwarten. Während das Zerfallsprodukt des Räuber- und Mörderstaates CSSR nach wie vor die Benes-Dekrete als geltendes Recht ansieht und diesem seit 1919 gegen die Sudetendeutschen hetzenden Kriegsverbrecher huldigt, ist sich die BRD nicht zu schade, über achzigjährige ehemalige deutsche Soldaten vor die Gerichte zu zerren und ihnen, wie im Falle Otto Riehs - auch er ein Sudetendeutscher -, sogar die Tapferkeitsauszeichnungen zu nehmen.