23.03.2008
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CSU-Führung zeigt Schwächen
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Zur Hauptseite wechselnDas Tandem Huber-Beckstein, Spitzenduo der CSU, gibt derzeit wahrlich keine gute Figur ab.
Nach dem Desaster in der Kommunalwahl beginnt nun das Hauen und Stechen um gute Listenplätze bei der bevorstehenden Landtagswahl. Den gegenwärtig noch 124 CSU-Landtagsabgeordneten schwant schon, daß es im neuen Landtag höchstens noch 100 ihrer Art geben dürfte. Ob es da zu einer Neuauflage der Truderinger Stimmenkaufaffäre kommt?
Vor fünf Jahren hatten Stoibers Jungmannen im Münchener Ortsverband Trudering Neumitglieder gekauft, die den Stoiber-Spezi Traublinger zu einem guten Listenplatz verhelfen sollten. Beckstein, damals noch Innenminister, mußte kurz vor der Landtagswahl, im September 2003, den Entlastungsangriff mit dem angeblich geplanten Anschlag auf die Baustelle des Jüdischen Zentrums in München starten, um die Aufmerksamkeit der Medien von der CSU-Affäre abzulenken.
Noch nicht einmal der Himmel scheint den Schwarzen in Bayern jetzt wohlgesonnen. Wie anders ist der Blitzschlag zu werten, den Becksteins Flugzeug von seiner Arabienreise kommend, im Landeanflug auf München traf?
Zu allem Ungemach läuft jetzt auch noch Georg Schmid, der
CSU-Fraktionschef aus Donauwörth, zur Höchstform auf. Der frühere Kettenraucher, der in abgeschiedener Selbstherrlichkeit das strickte Rauchverbot durchpeitschte, zeigte mit seinem Vergleich der Sudetendeutschen mit den Türken, wessen Geistes Kind er ist. Die Menschen aus dem Sudetenland seien „vorbildlich integriert worden“, so Schmid. Was vor 60 Jahren schon mal geklappt hat – „warum soll das im 21. Jahrhundert nicht mit den Türken möglich sein?“, fragte der CSU-Fraktionsvorsitzende.
Bei dieser Führung, kann man verstehen, daß den CSU-Mandatsträgern die Nerven blank liegen. Schließlich geht es denen um Macht und Pfründe. Angesichts des flächendeckenden Antritts der NPD steht jetzt auf jedem Stimmzettel eine echte bayerische Heimatpartei als Alternative bereit. In Bayern zeigt die Bastion der Schwarzen jedenfalls deutliche Risse.