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19.04.2007

Lesezeit: etwa 4 Minuten

BRD-Journalisten im Kampf um Freiheit und Demokratie

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30.10.2006 In den Wochen vor und nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lief die BRD-Propagandamaschine auf Hochtouren. Zielscheibe der öffentlich-rechtlichen und „privaten“ Medien war wieder einmal die NPD.
Es ist ja ein seit Jahren zu beobachtendes Phänomen, daß die Systemmedien wechselweise entweder die totale Totschweigetaktik anwenden, um irgendwann wieder jede Kleinigkeit zum Demokratiebedrohungsszenario aufzublasen. Dies war auch in Mecklenburg-Vorpommern zu beobachten. Nachdem sich die Medien auf einen totalen Boykott verabredet hatten, wobei die NPD-Direktkandidaten nicht einmal die Möglichkeit hatten, sich in den Lokalzeitungen vorzustellen, bekam man es mit der Angst zu tun, daß die Öffentlickeitsarbeit der NPD die Informationsblockade der Systemmedien unterlaufen würde. In einer gleichgeschalteten Kampagne ohnegleichen wurden glatte Lügen über den Wahlkampf der NPD auf allen Kanälen und in allen Blättern in das Wahlvolk gehämmert. Weil aber auch die Meinungsmanipulateure nicht mehr an den Erfolg ihres Wirkens glaubten, bereitete sich die „Elite“ der BRD-Journalisten gezielt auf den Wahlabend und den unvermeidlichen Kontakt mit Vertretern der NPD vor. Es ist bezeichnend, daß die Spitzenjournalisten auf ein Sondertrainig absolviert haben, um den angeblich unterbelichteten Rechtsextremisten Paroli bieten zu können. Der Chefredakteur des NRD-Fernsehens war hinterher auch mit der Befragung von Udo Pastörs durch den NDR-Chefredakteur Lütgert zufrieden. Wie abgesprochen habe Lütgert nicht nach dem NPD-Wahlprogramm gefragt sondern, sehr originell, nach Adolf Hitler. Auf den Gedanken, daß dieses Thema die Masse der Deutschen überhaupt nicht mehr interessiert, kommen die hochbezahlten Hofberichterstatter nicht.
In Wahrheit steckt hinter dem Verhalten der Medien die feige Angst, argumentativ vor einem Millionenpublikum den Kürzeren zu ziehen. Die gleiche Angst treibt aber auch die Systempolitiker um, die es sich nicht erlauben können, mit Vertretern der nationalen Opposition zu diskutieren. Deshalb gleichen sich die Verlautbarungen von Medienvertretern und Politikern. Der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, wollte „den Menschen klarmachen, daß wir uns um ihre Probleme kümmern. Wir – und nicht irgendwelche Typen, die nichts vorzuweisen haben: kein Programm, keine Kanidaten – nichts außer knackigen Plakatsprüchen.“ Der Redaktionsleiter der Quasselrunde „Berlin Mitte“ lehnt eine Einladung von NPD-Vertretern mit der Begründung ab, daß inhaltlich von ihnen nichts käme, die Moderatorin Illner meinte vor einiger Zeit, daß von der NPD keine Beiträge zur Lösung der Probleme in der BRD zu erwarten seien. Man fragt sich dabei unwillkürlich, warum es in diesem Land überhaupt nach Probleme gibt, wenn die politische Klasse offenbar den Anforderungen von Illner, Christiansen und Co. entspricht. Doch nicht nur nicht reden wollen Systemmedien und Systempolitiker mit den „Nazis“, man will auch nichts von ihnen lesen. Wie sonst kann man es erklären, daß der Bayerische Rundfunk den NPD-Landespressesprecher aufforderte, ihm keine Pressemitteilungen mehr per elektronischer Post zu übersenden. Mit Ignoranz hat so etwas kaum noch etwas zu tun, sondern es handelt sich hier um die Kombination von Guntmenschendünkel, Selbstzensur und einfacher Dummheit. Dies hängt auch mit der besonderen Art des Journalismus in der BRD zusammen, der – im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern – nicht in der Berichterstattung, sonderen in Aufklärung und Erziehung der Bürger einen wesentlichen Schwerpunkt sieht. Dabei verschwindet auch die klare Trennung zwischen Bericht und Meinung. So können sich Systemjournalisten auch im redaktionellen Teil kaum zurückhalten, nationale Menschen mit haßerfüllten Beleidigungen zu diffamieren. An anderer Stelle ist man bekanntlich weitaus zurückhaltender. Da werden die völkerrechtswidrigen Überfälle der USA und Israels auf andere Länder, ähnlich dem Orwellschen Neusprech, zu Terrorbekämpfungsaktionen umgelogen. Ein ganz besonders perfides Beispiel der Meinungsmanipulation lieferten die Berichte über einen Raketenangriff der libanesischen Hisbollah Anfang August auf eine Reserveeinheit der israelischen Armee. Da hieß es unisono, zwölf „Menschen“ seinen getötet wurden, die Unterüberschrift in der Bamberger Tageszeitung „Fränkischer Tag“ lautete „Ein Hisbollah-Geschoss traf eine Menschenmenge“. Das klingt so ähnlich wie: „ Gegen einen Aufmarsch von 250 Neonazis demonstrierten 500 Menschen friedlich, nur am Rande kam es zu Auseinandersetzungen der Polizei mit Jugendlichen, die versuchten, den Zug der Rechtsextremisten zu blockieren.“ Derartige Verharmlosungen sollen nicht informieren, sondern Meinung machen, Stimmungen erzeugen. Das BRD-Neusprech erinnert in vielem an die Verrenkungen der DDR-Medienschaffenden, als sie versuchten, die immer größere Diskrepanz zwischen Realität und Propaganda zu vertuschen.
Da wurden Demonstranten aus DDR-Kirchenkreisen zu Rowdys, afghanische Freiheitskämpfer gegen die Sowjetbesatzer waren Terroristen und Söldner, die Anhänger der polnischen Gewerkschaft „Solidarität“ wurden als imperialistische Agenten bezeichnet. Die Weigerung, Realitäten zur Kenntnis zu nehmen, ist immer das Kennzeichen von totalitären Tendenzen, von geistiger Auszehrung, von Unsicherheit und Dogmatismus. Insofern kann die nationale Bewegung keine Fairness, keine Objektivität von seiten der Medien erwarten. Wir sollten dies als Ansporn sehen, eigenen Medien die notwendige Professionalität und Breitenwirkung zu verschaffen. Soll doch Maybritt Illner weiter mit Westerwelle und Wowereit diskutieren, es interessiert ohnehin kaum noch jemanden wirklich.
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