19.04.2007
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Tante SPD geht es schlecht
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Zur Hauptseite wechseln20.07.2005 Die alte Tante SPD weist in Bayern neben ihrer traditionellen politischen Erfolglosigkeit auch an der personellen Front deutliche Schwächen auf.
Im Jahre 2004 verloren die Sozis in Bayern etwa 6000 Mitglieder und sanken damit auf unter 80 000 Genossen. Das unerfreulichste aus Sicht der vermeintlichen Arbeiterpartei ist jedoch die Altersstruktur: Fast 70 Prozent der Mitglieder sind inzwischen 50 Jahre und älter, fast 44 Prozent sind über 60 Jahre. Da wirkt das aufgesetzte dynamische und moderne Getue der Seniorentruppe doch reichlich deplatziert: Nicht einmal 5 Prozent der Bayern-SPDler sind jünger als 30 Jahre – das sind sage und schreibe 4000 angebliche Kämpfer für die soziale Gerechtigkeit, also pro Landkreis oder kreisfreier Stadt statistisch etwa 40!
Jetzt rechnen wir doch einmal diejenigen ab, für die die SPD-Mitgliedschaft sozusagen zum Berufsbild gehört: Mitarbeiter der Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Stadträte in den größeren Städten samt deren Gefolge, Funktionäre der DGB-Gewerkschaften – sofern sie nicht zur PDS wechselten – und deren Jugendfunktionäre, hauptamtliche SPD-Funktionäre, unbelehrbare LehrerInnen – geistig 1973 stehengeblieben, Mitarbeiter von Stiftungen, Seilschaften bei Stadtwerken oder anderen öffentlich-rechtlichen Unternehmen und nicht zuletzt die Redaktionsmannschaften der SPD-kontrollierten Tageszeitungen – man könnte auch sagen Kampfblätter. Sie alle leben mehr oder weniger von ihrer Mitgliedschaft. Daran kann man in etwa ermessen, wie weit es mit dem Idealismus der Genossen her ist. Freiwillig, also ohne Bezahlung, machen die Wenigsten noch etwas. Die Mitglieder im Rentenalter sind ruhiggestellt, es sind größtenteils Karteileichen ohne jegliches Interesse an politischer Arbeit – ähnlich Traditionsvereinen anderer Art, die zwei-, dreimal im Jahr bei Kaffee und Kuchen von den vergangenen Zeiten erzählen. Statistisch zahlt jedes SPD-Mitglied in Bayern im Monat etwa 3 Euro Mitgliedsbeitrag an den Landesverband. Es ist allerdings bekannt, daß eine große Zahl von Senioren beitragsfrei gestellt ist und der Beitrag von der Partei übernommen wird.
Der Niedergang der SPD wird sich in Bayern fortsetzen, politisch und organisatorisch. Da wirkt die Prognose des SPD-Fraktionsvorsitzenden im bayerischen Landtag Maget, bei der Bundestagswahl in Bayern 30 Prozent zu erreichen, wie der Ruf aus einer anderen Welt. Für den nationalen Widerstand in Bayern ist die SPD kein politischer Gegner. Sie wird zu Recht auch von der CSU nicht ernstgenommen. Nicht wegen der von der SPD bejammerten Gutsherrenmentalität der Schwarzen, sondern weil die Bayern-SPD personell und politisch hoffnungslos abgewirtschaftet hat.
Natürlich kann man SPD und NPD nicht vergleichen. Aber ein Blick auf die Delegierten des NPD Landesparteitages Anfang Juli zeugt von der Vitalität der nationale Bewegung. Das Durchschnittsalter der 94 anwesenden Delegierten betrug 36 Jahre. Nach Altersgruppen aufgeteilt bedeutete dies: bis 20 Jahre – 9 Delegierte, 21 bis 30 Jahre – 21 Delegierte, 31 bis 40 Jahre 31 Delegierte, 41 bis 50 Jahre – 12 Delegierte, 51 bis 60 Jahre, 61 bis 70 Jahre und 71 bis 80 Jahre – jeweils 7 Delegierte. Dabei ist zu bemerken, daß zu Parteitagen häufig die älteren und erfahrerenen Mitglieder von den Kreisverbänden als Delegierte gewählt werden. Der NPD-Landesverband Bayern hat in diesem Jahr bisher knapp 190 Neuaufnahmen zu verzeichnen. Qualität und politisches Bewußtsein der neuen Mitglieder hat in den letzten 20 Monaten ein erstaunlich hohes Maß erreicht. Somit ist es selbstverständlich, daß speziell die SPD, ähnlich einem Autisten, den „Kampf gegen Rechts“ als Ersatzbefriedigung mangels anderer vorzeigbarer Erfolge betreibt. Es ist halt einfacher, zusammen mit gewalttätigen Autonomen und Ausländern, aufgepeitscht durch die Schreibtischtäter in den Redaktionsstuben, gegen nationale Demonstrationen aufzurufen, als die eigene Politik dem Bürger zu vermitteln. So bewegt sich die SPD in Bayern im eigenen Ghetto, im eigenen kuschligen Milieu. Man kann der Bayern-SPD allerdings nicht vorwerfen, daß sie sich nicht den sprichwörtlichen Arsch aufreißt, um an neue Mitglieder zu kommen. So beschloß der SPD-Landesvorstand bereits vor zwei Jahren die Einsetzung eines Arbeitskreises „Lesben und Schwule in der BayernSPD“, Spötter bezeichen diesen Arbeitskreis als „Tunten in der Tante SPD“ . Der damalige Landeschef Hoderlein, einer der vielen auf diesem Posten Gescheiterten, sah darin einen längst überfälligen Schritt. Eines muß man der SPD dabei allerdings lassen. Die Zielgruppen werden konsequent bearbeitet, die älteren Homosexuellen betreut man selber, die will man nicht den Schwusos, der Schwulengruppe der Jungsozialisten, überlassen. Wer weiß, was die mit denen alles anstellen würden. Ordnung muß sein!
Im Interesse Bayerns kann man der SPD nur zurufen: Genossen und Genossinnen, macht weiter so!
PS:
Stark sind die Genossen laut Informantenberichten allerdings bei der Schlacht ums Buffet:
Der obligatorische Parteiabend am Landesparteitag im Juni in Hof soll leicht außer Kontrolle geraten sein. Da die Anwesenden anscheinend der Meinung waren, die 18 Euro Unkostenbeitrag dafür auch wieder „hereinfressen“ zu müssen, wurde beobachtet, wie Genossinnen und Genossen Häppchen und belegte Brote in mitgebrachte Taschen verstauten, auf Toiletten wurden abgenagte Hähnchenbeine gesichtet. So ist das proletarische Verhalten am kapitalistischen BRD-Futtertrog wohl das Einzige, daß noch von der sozialdemokratischen Tradition kündet.