16.07.2007
Lesezeit: etwa 3 Minuten
Schwarzer bei den Schwarzen
»
Zur Hauptseite wechselnDer jüngste Auftritt von „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer auf der Landesversammlung der CSU-Frauenunion in Bayreuth ist kein „Schritt über den Rubikon“, wie es die Moderatorin behauptete, sondern nur konsequent und logisch.
Wie die Chefin der linken Frauenzeitschrift „Emma“ dann auch ganz offen sagte, ist das einzig Neue, daß „wir das Kungeln miteinander jetzt auch ganz öffentlich machen“. Hinter verschlossenen Türen habe man sich schließlich immer schon über eine „Arbeitsteilung“ unter Frauen verständigt.
Die Arbeitsteilung zwischen Linken und Konservativen funktioniert in der BRD längst schon prächtig. Während die Roten und „Grünen“ die Mauern einreißen, sind die Schwarzen dafür zuständig, die Wähler zu beruhigen, nach dem Motto „wir werden schon was dagegen unternehmen, so schlimm kommt es nicht.“ Und wenn die Schwarzen dann die Gelegenheit hätten, der Zerstörung der Familie und der Einebnung natürlicher Geschlechtsunterschiede etwas entgegen zu setzen, dann machen sie genau da weiter, wo die Linken vorher aufgehört haben.
So war es bei der Massentötung von Ungeborenen unter dem Deckmantel der Emanzipation („mein Bauch gehört mir“) und bei der sogenannten „Homo-Ehe“. Auch der flächendeckende Ausbau der Kindertagesstätten in Verbindung mit der Herauslösung von Kleinkindern aus der Familie - gemäß DDR-Vorbild – findet die Unterstützung der CSU. Ebenso der Angriff auf das Wesen der Mütterlichkeit und der Väterlichkeit im Zuge des „Gender Mainstreaming“.
Es läuft alles darauf hinaus, daß die Kinder ihre Geborgenheit in der Familie verlieren und von der „Gesellschaft“ betreut werden. In staatlichen Institutionen lassen sie sich besser indoktrinieren und auf Kommerz konditionieren.
Emilia Müller, Chefin der CSU-Frauen Union (FU), plädierte in Bayreuth für „Alphafrauen“, das Synonym für Frauen in Spitzenfunktionen. Damit liegt sie auf einer Linie mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, die äußerte: “Die Zeiten sind vorbei, in denen die Männer per se mächtiger waren und als Alphatierchen daherkamen.“ Schon bemerkenswert, wie die christliche „Familienministerin“ haargenau das Werk ihrer sozialistischen Vorgängerin fortsetzt, bis hin zu allen Konsequenzen bezüglich der Kinderbetreuung. Gibt es überhaupt noch unterschiedliche Denkansätze in den BRD-Parteien? Auch der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU–Bundestagsfraktion, der CSU-Abgeordnete Singhammer, spricht sich plötzlich ebenfalls für den großflächigen Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder aus und stellt sich damit auf die Seite des staatlichen Betreuungskonzepts. In die gleiche Kerbe haut der baden-württembergische Ministerpräsident Öttinger. Nichts mehr zu hören vom „Schutz der Institution Familie“. Der ganze Hergang deutet auf eine breit angelegte Hintergrundsteuerung.
Die Politik, und mit ihr die Medien, geben die bisherige Rollenverteilung der Geschlechter als einen traditionellen Dressurakt aus und halten sie deshalb für überholt. Die Frau soll in den Krieg und in den Boxring, macht „body-building“ und soll DAX-Unternehmen vorstehen – so will es das „fortschrittliche Mainstream“. Der angestrebte Bewußtseinswandel wird mit erheblichen Geldmitteln unterstützt, und der Vorsitzende der Deutschen katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, signalisiert ebenfalls Zustimmung. Wer will da noch dagegen sein? Am Ende landen wir bei den Krokodilen. Die produzieren zwar die Eier, aus denen ihr Nachwuchs hervorgeht; aber sie lassen ihn von der Sonne ausbrüten.