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04.11.2009

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Verdienstorden für Versammlungsstörer

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Daß der sogenannte Kampf „gegen Rechts“ in diesem Land Staatsraison ist, an der sich alle angeblich „gesellschaftlich relevanten Parteien und Gruppen“ und auf die eigene Karriere bedachten Einzelpersonen (dieser Mob wird gemeinhin als „Zivilgesellschaft“ bezeichnet), auf unterschiedlichste Weise beteiligen, dürfte sich mittlerweile auch bis in den hintersten Odenwald herumgesprochen haben. So ist die brutale Gewalt gegen nationale Deutsche das Arbeitsgebiet von Antifa-Schlägern. CSU-Bürgermeister sorgen dafür, daß Gastwirte ihre Lokale nicht für NPD-Versammlungen zu Verfügung stellen. Journalisten aller Medien sorgen dafür, daß nationale Politiker oder Positionen entweder totgeschwiegen oder ins Unkenntliche verzerrt werden. So bleibt der nationalen Opposition in diesem Land nicht viel anderes übrig, als ihre Meinung auf den Straßen und Plätzen kundzutun. Hier wiederum sorgt die Drohkulisse der Einheitsfront von Christsozialen bis Linksautonomen im Verbund mit schwer bewaffneten Polizeieinheiten, daß kaum ein Normalbürger die Aussagen der Nationalen zur Kenntnis nehmen kann oder will.
Im Juli 2006 fand eine Kundgebung der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) auf dem Marktplatz von Miltenberg in Unterfranken statt. Da kommt der Stadtpfarrer Ulrich Boom auf die Idee, die Kirchenglocken als Terrorwaffe einzusetzen und läutete solange Sturm, bis die Veranstaltung abgebrochen werden mußte. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg legte eine Geldstrafe von 2000 Euro gegen den linksgedrehten Glockenterroristen fest. Daran schloß sich einer der denkwürdigsten Justizskandale der in dieser Hinsicht gewiß nicht armen Reihe in Bayern an. Auf Intervention des bayerischen Justizministeriums wurde das Ermittlungsverfahren gegen Boom im November 2006 eingestellt. In der Einstellungsverfügung bediente sich der Herr Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt fast wortgleich der gleichen Worte, wie die Justizministerin Beate Merk und des damals noch im Amt befindlichen Ministerpräsidenten Stoiber, wonach es einen Unterschied mache, eine Versammlung gewaltsam zu stören und dem Bemühen, auf friedliche Weise zu erinnern und zu mahnen. Booms Versammlungssprengung blieb nicht nur juristisch ohne Folgen, er erhielt zunächst den „Aschaffenburger-Mutiger-Preis“ und wurde zum Weihbischof von Würzburg befördert.
Es mag zwar ärgerlich sein, daß in der heutigen Zeit ein opportunistischer Anpasser wie Ulrich Boom als „Mutiger“ gefeiert wird, wo doch solcher „Mut“ auf offene Türen bis hin zur Obrigkeit – Regierung, Justiz und Medien – stößt. Wirklicher Mut richtet sich immer gegen die Obrigkeit und nicht gegen gesellschaftlich ausgegrenzte Gruppen, wie z.B. die JN. So hätte Boom Zivilcourage gezeigt, wenn er z.B. die Glocken seiner Kirche gegen den  grundgesetz- und völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan geläutet hätte oder wenn er gegen die in unserem Lande bestehende schreiende soziale Ungerechtigkeit protestieren würde, anstatt Almosen zu verteilen und damit das Gewissen zu beruhigen.
Nun bekommt Weihbischof Ulrich Boom den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Er hat ihn verdient und soll sich freuen.
Vom Schauspieler Siegfried Lowitz („Der Alte“) ist überliefert, daß er die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes abgelehnt habe, mit der Bemerkung, er habe bereits das Eiserne Kreuz und das reiche ihm. Das ist Zivilcourage. Lowitz kämpfte in den Reihen der 7. Panzerdivision in Rußland. Dazu gehörte Mut und Tapferkeit.
Mut und Zivilcourage bewiesen allein die 50 jungen Deutschen auf dem Marktplatz in Miltenberg, die für ihre Überzeugung auf die Straße gingen und die Ungerechtigkeiten in diesem Land ansprachen.
 

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