03.12.2009
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And the Winner is ...
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Zur Hauptseite wechselnIn der vergangenen Woche sind im Maximilianeum 48 Bürger, wie es in den Medien euphemistisch hieß, mit der Bayerischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet worden. Dreizehn „Bürger“ erhielten die Verfassungsmedaille in Gold für „herausragenden“ und 35 „Bürger“ erhielten diese in Silber für „besonderen“ Einsatz für die Gesellschaft.
Wenn man sich die Geehrten anschaut, so fällt auf, daß sie alle mehr oder weniger vonder Gesellschaft, als für die Gesellschaft leben, sprich: ihren Lebensunterhalt aus Steuergeld bestreiten.
So ist es dem amtierenden CSU-Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Seehofer nicht peinlich, sich von seiner Parteifreundin Stamm mit der Verfassungsmedaille in Gold auszeichnen zu lassen – allerdings wegen dienstlicher Obliegenheiten in Abwesenheit. Ebenso ist der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag Georg Schmid, genannt Schüttel-Schorsch, und CSU-Innenminister Joachim Herrmann einer goldenen Verfassungsmedaille würdig. Der mittlerweile aufs Altenteil abgeschobene SPD-Spinner Ludwig Stiegler, der aktuelle stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Christian Naß, sowie die unterfränkische Grüne Christine Scheel (die 2001 bereits die Verfassungsmedaille in Silber erhielt) runden den Parteienproporz ab. Denn um nichts anderes handelt es sich inzwischen bei diesem seit 1961 praktizierten Verleihungsakt. Die silberne Verfassungsmedaille in der Kategorie „Parteibonzen“ durfte sich der Chamer Landrat Zeller (CSU), die Schweinfurter Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser (CSU) und der frühere Würzburger Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Walter Kolbow (SPD) anheften lassen.
Was wäre eine Preisverleihungsshow in der BRD ohne die Kategorie „Überlebende“? Richtig, unmöglich! Folgerichtig kam Arno Hamburger als Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) zu Nürnberg und Leiter des Senioren- und Pflegeheims der IKG Nürnberg in den Genuß einer goldenen Verfassungsmedaille. Unvergessen sind die Ausfälle unseres jüdischen Mitbürgers und SPD-Mitgliedes gegen Nationaldemokraten, welche er „Verbrecher“ nannte. Selbstverständlich lehnte die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen diesen ebenso ehrenwerten, wie auserwählten Vertreter „unserer Gesellschaft“ wegen Beleidigung usw. ab.
Mit Max Mannheimer erhält ein Stammesbruder von Hamburger (laut dem ehem. CSU-Ministerpräsidenten Beckstein sind ja die Juden der fünfte bayerische Stamm) ebenfalls die Verfassungsmedaille in Gold. Mannheimer erzählt seit Jahren den in das ehemalige KL Dachau geführten Schulklassen und weiteren tatsächlich Interessierten seine Sicht der Dinge. Daß subjektive Berichte nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen, weiß jeder Polizist und Richter. Für die Stabilität des herrschenden Systems ist es jedoch unabdingbar, daß es auch in 50 Jahren noch „Überlebende“ präsentieren kann. Daher geht die Verleihung an Mannheimer schon in Ordnung.
Die Wirkung der Akteure der Kategorien „Parteibonzen“ und „Überlebende“ auf das nur noch mäßig aufmerksame Publikum wäre durch die engagierte Tätigkeit der selbstlosen, unvoreingenommenen, unabhängigen, freien, mutigen, couragierten und geradezu fanatisch der Wahrheit verpflichteten aufrechten Menschen in den Redaktionsstuben und Fernsehstudios nicht möglich. Daher ist es nur folgerichtig, daß die Landtagspräsidentin Stamm auch Verfassungsmedaillen in der Kategorie „Bewußtseinsingenieur“ verleiht. So konnte sich Frauke Ancker, Geschäftsführerin des Bayerischen Journalisten-Verbands, über Gold freuen, während Nachwuchs-Kader, wie der Landtagskorrespondent der Augsburger Allgemeinen Uli Bachmeier,
die stellvertretende Chefin Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung Christiane Schlötzer-Scotland,
die Münchner Spiegel-Korrespondentin Conny Neumann und der Focus-Redakteur Michael Hilbig, eine silberne Medaille erhielten.
In der Kategorie „Spiele“ konnte sich der Staatsschauspiel-Intendant Dieter Dorn über die goldene, die Schauspielerin Maria Furtwängler und der Regisseur Franz Xaver Bogner über die silberne Medaille freuen.
Nun kann man über Sinn und Unsinn von Ordensverleihungen und Ehrungen in normalen Friedenszeiten sicher trefflich streiten. Zweifellos sind Auszeichnungen für besondere Leistungen für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes und anderer Hilfs- und Rettungsorganisationen im Katastropheneinsatz und im Rahmen der langjährigen Notfallhilfe angemessen und sinnvoll, setzen sich die Angehörigen dieser Organisationen doch tatsächlich für das Gemeinwohl ein.
Demgegenüber ist es nur noch peinlich und erinnert an das Gebaren der vor zwanzig Jahren abgetretenen kommunistischen DDR-Führung – die sich gegenseitig mit Medaillen, Orden und Auszeichnungen dekorierte – wenn sich die politisch-mediale Klasse selbst feiert. Dies ist umso abstoßender, wenn man bedenkt, wie sich Systempolitiker und ihre journalistischen Hilfswilligen am Grundgesetz und der bayerische Verfassung vergehen ohne rot zu werden. Kaum ein Jahr vergeht, ohne daß das Bundesverfassungsgericht den politisch Verantwortlichen nicht Verstöße gegen das Grundgesetz attestiert. Keine Wahl vergeht, an denen Zeitungen und andere Medien der nationalen Partei NPD nicht die Darstellung der eigenen politischen Ziele ermöglicht oder die Vorstellung der NPD-Kandidaten verweigert. War es nicht die CSU, die den Passus, daß „Kinder das köstlichste Gut unseres Volkes“ seien, aus der bayerischen Verfassung getilgt hat? Ist es nicht so, daß die Systemparteien das Grundgesetz ständig – bisher über siebzigmal – ihren politischen Interessen entsprechend geändert haben? Wer hat unser Land und unser Volk via Lissabon-Vertrag an die Brüsseler Kommissare ausgeliefert und lügt dies – assistiert von den medialen Jubelpersern – als Sieg der Demokratie um?
Innenminister Herrmann, dessen unrühmliche Rolle bei der Hetzjagd gegen nationale Menschen im Zuge der Mannichl-Affäre unvergessen bleiben wird, möchte im nächsten Jahr einen neuen Anlauf für ein Verbot der NPD starten. Er soll es tun, wenn er glaubt, damit die Zuneigung der Hamburgers, Mannheimers und Knoblochs dieser Welt zu ergattern. Die Herzen der Deutschen erreichen Knallchargen vom Schlage eines Herrmann schon lange nicht mehr. Sie vergewissern sich mit ihren gegenseitig verliehenen Preisen, Ehrungen und Auszeichnungen ihrer eigenen Wichtigkeit, ihrer moralisch-politischen Unfehlbarkeit. Der Mensch irrt, solang er lebt, sagt der Volksmund. Welche Opposition in einem angeblich demokratischen Land wünscht sich Herrmann denn? Welche kritischen Medien toleriert der Herr Innenminister? Was bedeutet für Herrmann Meinungsfreiheit eigentlich noch in einem Land, in dem es jährlich rund zehntausend Verurteilungen wegen Meinungsdelikten gibt? Die Antwort ist einfach: es sind die „Oppositionellen“ und die „Journalisten“, mit denen man sich nach Preisverleihungen, Auszeichnungen und Ehrungen mit Sekt und Häppchen zum Smalltalk trifft. Viel Spaß beim feiern wünscht npd-bayern.de.