05.05.2010
Sehr geehrter Herr Prof. Hankel,
zu Ihrem Brief an die Frau Bundeskanzler http://www.dr-hankel.de/brief-an-die-bundesregierung/ ist mir Johann Wolfgang v. Goethe mit Fausts letzten Worten:
„Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muß.“
in den Sinn gekommen.
Mit schwindelerregender Schnelligkeit werden unsere Grundrechte auf Freiheit und Leben unter diversen vorgeschobenen Gründen abgebaut. Doch die Freiheit wird nicht erbettelt oder eingefordert, bei wem auch? sondern erkämpft! Entweder gehen wir endlos weiter durch das Jammertal und klagen und jammern bei "unseren" Politikern, die ihr Volk so gar nicht „erhören“, statt dessen täglich neue Tatsachen schaffen.
Neben der anhaltenden „alternativlosen“ Banken- und Griechenlandhilfe, die 95% der Bevölkerung in die Armut treiben wird, sind es jüngst die massiven Angriffe gegen die katholische Kirche und ihre Exponenten. Man muß kein Katholik sein um zu erkennen, daß das ein Angriff nicht nur auf die Religion, sondern darüber hinaus auf unser ganzes Land und Leben mit seiner einzigartigen Kultur, Musik und Architektur mit ihren stolzen – unsere Städte und Landschaften prägenden – Kathedralen, Klöstern und Kirchen mit ihren letzten Ruhestätten ist. Mir scheint, als hat die Bundesrepublik den Judas-Weg eingeschlagen.
Empfehlung: Das neue politische Nachrichtenmagazin ZUERST!, 5/2010 mit dem Leitartikel „Angriff auf ein Bollwerk – Die katholische Kirche im Visier …“.
Es gilt unsere Souveränität wieder herzustellen. Das kann nur damit beginnen, daß sich unser Volk – also die kritische Masse unter Führung seiner Eliten von der täglichen Ritualisierung mit Hinweis auf unsere Vergangenheit erlöst. Martin Walser nannte das Ritual – in seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche am 11.10.1998 – die Nazikeule. Die Pawlowschen Kettenhunde werden spätestens jetzt das Kläffen anfangen und es "Politik für dumpfe Gemüter" nennen. Sollen sie doch, sie versuchen zu erhalten, was sie schon verloren haben.
Erst wenn wir wieder klar denken und uns artikulieren können, werden nicht die Bürger enteignet, sondern die Banken werden verstaatlicht. Damit werden sämtliche Schulden null und nichtig, da ein Gläubiger (Staat) nicht gleichzeitig sein Schuldner (Banken) sein kann bzw. andersherum. Wer sieht da noch durch? Die Banken leihen dem Staat und der Staat stützt die Banken!?
Aber die Zeiten können sich auch schnell ändern, wenn wir es nur wollen. Verdienen wir uns die Freiheit wie das Leben!
Mit herzlichen Grüßen
Rolf Winkler