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17.05.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Aufruf zum Ökumenischen Kirchentag (12. - 16. Mai in München)

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Hin zur arteigenen Religiosität – weg von den Amtskirchen!


In den Wochen vor dem Ökumenischen Kirchentag zeigten die Amtskirchen in besonderer Weise, daß sie dazugehören – zur liberalen Gesellschaft mit allen ihren Facetten. Ihre Priester und Bischöfe sind nicht ehrlicher als käufliche Politiker, nicht unbestechlicher als korrupten Bosse, nicht anständiger als perverse Medienmacher und nicht selbstloser als gierige Zeitgenossen. Genauso weichgespült und kommerzialisiert kommen uns die Veranstaltungen dieses Kirchetages daher.

Dies lenkt den Blick auf die lange Geschichte schmählicher Anpassung an Macht und Reichtum. Bis zum heutigen Tag haben die weltlichen Herrscher stets den Reiz der Christenbotschaft als Instrument der Machtausübung erkannt. Und die Geistlichen? Die haben immer die Nähe zu den Machtzentren gesucht – ganz gleich welcher Couleur. Doch kaum jemals haben sie sich von den Mechanismen der Herrschaft derart vereinnahmen lassen, wie heute unter dem totalitären Kapitalismus, der uns in der Maske der liberalen, weltoffenen und toleranten Gesellschaft entgegentritt. Des Rätsels Lösung ist der gemeinsame geistige Nenner, der zwischen Christentum und Materialismus besteht. Werden Kommunismus und Kapitalismus als Strömungen des Materialismus erkannt, lösen sich scheinbare Widersprüche auf: Marxismus ist säkularisiertes Christentum und der Kommunismus hat sich zum Staatskapitalismus weiterentwickelt, der Familien und Völker angreift. Die Amtskirchen haben die geistig-moralischen Voraussetzungen für das Vordringen des globalen Materialismus hergestellt und die Abwehrkräfte geschwächt. In einer für das Abendland bedrohlichen Phase stellen sie keine lebensgestaltende Macht mehr dar.
Die „Buchreligionen“ aus dem Orient sind Menschenwerk, dazu geschaffen um Herrschaft über andere Menschen auszuüben. Mit wahrer Religiosität haben sie nichts zu tun – noch nicht einmal etwas mit der Botschaft des Jesus Christus. Die postulierten Inhalte der Christenheit (Familie, Lebensrecht, Gläubigkeit usw.) sind viel tiefer im europäischen Menschen verwurzelt und haben mit dem artfremden Christentum wenig zu tun. Daß das stets gegen die Naturerkenntnis agierende Christentum in Europa seine Blüte erlebte, liegt an der Religiosität der germanischen Völker, die von den christlichen Konfessionen nur adaptiert wurde. Der Siegeszug des Christentums war möglich, weil die weltlichen und geistlichen Herrscher mit dem Jenseitsglauben ihre diesseitige Macht besser ausüben konnten. Doch heute sind sie mit ihrem Machtanspruch gescheitert. Sie stehen vor dem Trümmerhaufen einer seelischen, wirtschaftlichen und ökologischen Verwüstung, die durch die Globalisierung bis in den hintersten Winkel der Erde getragen wurde.
Finden wir wieder zurück zu unserem arteigenen Glauben, zu unserer spezifischen Stärke, die Gott den Völkern gegeben hat. Der mittelalterliche Philosoph Aurelius Siselius hat bereits erkannt: „Halt an Mensch, wo läufst du hin? Gott ist in dir. Suchst du ihn anderswo, du fehlst ihm für und für.“ Erkennen wir, daß es in der Natur die Tendenz zur Vereinheitlichung nicht gibt, die Christentum, Kommunismus und Kapitalismus gleichermaßen postulieren. Es gibt dagegen die Tendenz zur Vielfalt, Abgrenzung und Arterhaltung. Schon Kinder „wissen“ von diesen Gesetzen – auch ohne den „10 Geboten“.
Religiosität ist die bewußte Einordnung in die göttliche Naturordnung. Daher ist der Bankrott der Amtskirchen und das Ende des Christentums nicht das Ende der Religion.
Die Rückbesinnung auf Europas arteigene Religion – das ist die Forderung und der Gegenpol zum zerstörerischen Wirken der „Eine-Welt“-Ideologien.
 

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