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25.05.2010

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Silvius Magnago verstorben

Im Alter von 96 Jahren ist in Bozen der Südtiroler Politiker Silvius Magnago verstorben. Magnago wurde 1914 in Meran als Sohn eines italienischen Vaters und einer aus Vorarlberg stammenden deutschen Mutter geboren. Wegen seiner Ablehnung des italienischen Faschismus optierte er 1939 für Deutschland, verblieb aber aus beruflichen Gründen zunächst in Südtirol. 1940 promovierte er zum Doktor juris. Silvius Magnago diente in der deutschen Wehrmacht ab Dezember 1942 als Leutnant der Gebirgsjäger an der Ostfront, wo er Ende 1943 schwer verwundet wurde und bis Kriegsende in verschiedenen Lazaretten verbleiben mußte.
Nach dem Krieg kehrte er nach Südtirol zurück, schloß sich der Südtiroler Volkspartei (SVP) an und war von 1960 bis 1989 Südtiroler Landeshauptmann. Magnago gilt als Vater des Südtriol-Pakets, welches Autonomierechte für die deutschen Südtiroler garantieren sollte. Er stellte sich gegen die Aktionen der Südtiroler Freiheitskämpfer in den sechziger Jahren, ohne deren Einsatz es aber später nicht zum Südtirol-Paket gekommen wäre.
Mit Silvius Magnago verliert das deutsche Südtirol die prägende Gestalt der Nachkriegszeit. Er war nicht unumstritten, insbesondere die nationalen Südtiroler warfen ihm immer eine zu große Anpassung gegenüber den italienischen Besatzern vor, möglicherweise begründet in seiner Familiengeschichte. Aber unter seiner Landeshauptmannschaft hat sich die Situation der deutschen Volkgruppe im südlichsten Teil unseres Vaterlandes entscheidend verbessert. Das soll man ihm zugute halten.
 

Ruhe in Frieden, Dr. Silvius Magnago!
 

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