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25.05.2010

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Das Christentum am Scheideweg

Vom 12. bis 16. Mai 2010 fand in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt, der mit einem Abschlussgottesdienst endete, an dem über 100.000 Gläubige teilnahmen. Während etwa 25 Millionen Bundesbürger der katholischen Kirche angehören, zählt die Evangelische Kirche in Deutschland rund 24,5 Millionen Mitglieder. Somit besitzen rund 50 Millionen Deutsche eine der beiden christlichen Konfessionen.

Angesichts solcher Zahlen erscheint eine Sinn- und Mitgliederkrise der christlichen Kirchen nur schwer vorstellbar. Gleichwohl veröffentlichte beispielsweise das Nachrichtenmagazin „Focus“ im April dieses Jahres die Ergebnisse einer Umfrage, wonach nur noch 18 Prozent der befragten Bundesbürger der katholischen Kirche vertrauen und 26 Prozent der katholischen Befragten einen Kirchenaustritt in Erwägung ziehen würden. Die Ursachen für diese Entwicklung sind sicherlich vielfältig und dürften vor allem in den Säkularisierungstendenzen innerhalb unserer Gesellschaft zu suchen sein – bekannt gewordene Missbrauchsskandale dienen dabei nicht selten nur als Vorwand, um dem Austrittsgesuch eine Legitimation zu verschaffen.
Aber auch der deutsche Protestantismus hat bessere Zeiten erlebt – eine Landesbischöfin, die in jüngster Vergangenheit der Trunkenheit am Steuer erlegen ist, sich für exzessive Asylpolitik engagiert, beim „Kampf gegen rechts“ kräftig mitmischt und den Islam nicht etwa als Fremdreligion begreift, sondern als Gesprächspartner betrachtet, ist wohl nur die Spitze des Eisberges.

Die vermehrten Fehltritte der Repräsentanten sowohl der römisch-katholischen als auch der evangelischen Kirche sind Wasser auf die Mühlen ihrer Kritiker. Während die einen die Kapitulation der Amtskirchen vor dem Zeitgeist thematisieren, werden diese von anderen der Bigotterie bezichtigt. Auch viele national denkende Menschen in unserem Land, die das „Glockenläuten gegen rechts“ noch in den Ohren haben, können eine gewisse Schadenfreude über solche Zustände nicht verhehlen.

Leider unterläuft in diesem Zusammenhang nicht wenigen von uns der Fehler, die berechtigte Kritik an den Amtskirchen und diversen Fehlverhaltensweisen einzelner Protagonisten einerseits mit der Anzweiflung der Existenzberechtigung des christlichen Glaubens andererseits zu vermengen: Es werden sodann plötzlich Rufe nach einem „Kampf gegen die Wüstenreligion“ laut und man versucht sich fundamentalkritisch mit den christlichen Glaubenslehren auseinanderzusetzen. Macht man sich das von den Medien gezeichnete Wirklichkeitsbild zu Eigen, so dürfte eine Ablehnung des christlichen Glaubens – aus welchen Gründen auch immer – in diesen Tagen opportuner denn je erscheinen.

Dass aber der christliche Glaube über eintausend Jahre unser Volk und seine Heimat geprägt hat und ganze Kulturlandschaften, erschaffen von deutschen Menschen, auf seiner Grundlage gewachsen sind, wird bei dieser Debatte nur zu gerne unter den Teppich gekehrt. Die Verdienste eines Martin Luthers bei der Entstehung der hochdeutschen Schriftsprache seien hier nur am Rande erwähnt. Ohne das identitätsstiftende Element einer gemeinsamen Schriftsprache wäre die deutsche Nationalstaatsbewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sicherlich undenkbar gewesen. Deutsche Männer wie Ernst Moritz Arndt, Johann Gottlieb Fichte oder Friedrich Ludwig Jahn wussten die Errungenschaften des Vaters der Reformation als den Schöpfer einer „Volksreligion“ durchaus zu schätzen.

Vor allem der Katholizismus erweist sich aber auch noch heute als eine der letzten gesellschaftlichen Bastionen gegen Überfremdung, Islamisierung und westliche Dekadenz. Dem universalistischen Anspruch des Christentums und seiner ursprünglichen Herkunft eingedenk, sollten wir nicht schon alleine deswegen seine positiven Wirkungen auf unser Volk völlig ausblenden. Auch dem Familienbild der katholischen Kirche, das noch keiner „Gender Mainstreaming“-Politik zum Opfer gefallen ist, ist im Sinne der Reproduktion unseres Volkes Anerkennung zu zollen. Der Wertkonservatismus des Katholizismus dürfte der Grund sein, warum die Tugendwächter der politischen Korrektheit und Feinde des deutschen Volkes ein Interesse an seiner Auslöschung haben. Diese führen einen Vernichtungsfeldzug gegen alle Formen gemeinschaftlicher Bindung – egal ob Familie, Volk oder eben Glaubensgemeinschaft.

Dennoch sind die christlichen Kirchen mittlerweile am Scheideweg ihrer Geschichte angelangt. Sie müssen sich endlich von ihrem utopischen Missionierungseifer befreien und sich der Tatsache bewusst werden, dass sie in einer multiethnischen Gesellschaft den Kürzeren ziehen werden. Die Landnahme durch raum- und kulturfremde Menschen bedroht nicht nur die Existenz des deutschen Volkes, sondern auch die der christlichen Kirchen in Deutschland und Europa. Anstatt weiterhin die nationale Opposition zu bekämpfen, die seit Jahren vor dieser Entwicklung warnt, muss das Christentum dieser Gefahr endlich ins Auge sehen.

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ – dieser Aussprach Friedrich des Großen, vermutlich auch einer der größten Deutschen aller Zeiten, galt für die NPD hinsichtlich der im deutschen Volk vorhandenen Glaubensrichtungen seit jeher als Richtschnur. Wir täten gut daran, wenn diese Maxime für uns auch in Zukunft Gültigkeit behalten würde.
 

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