12.07.2010
Im Berlin hat am vergangenen Wochenende die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ an die als Massaker von Srebrenica in die Geschichte eingegangenen Ereignisse während des Bosnienkrieges vor 15 Jahren erinnert. Bosnisch-serbische Truppen hatten dort bis zu 8000 männliche Bosniaken getötet, was bei bestimmten Kreisen als „Völkermord“ gewertet wird. Die Organisatoren der „Gedenkaktion“ stapelten im Zentrum der deutschen Hauptstadt einen Haufen über 16 000 Schuhen auf und nahmen aus diesem Grunde unverkennbar eine dramaturgische Anleihe bei einem anderen Schuhhaufen, der in ehemaligen Konzentrationslagern als „Anschauungsmaterial“ für millionenfachen Mord dienen soll. Eine Ansicht, der man sich natürlich anschließen sollte, will man in diesem Lande nicht für bis zu fünf Jahren im Gefängnis verschwinden.
Die „Gesellschaft für bedroht Völker“ gehört trotz ihres Namens zum Netzwerk derer, die Völker zu vernichten trachten, macht sich dieser linkslinke Verein doch für die massenhafte Einwanderung Fremder in unser Land stark, die vorgeblich in ihrer Heimat verfolgt werden.
Auf dem Balkan schlachteten sich die Völker nach alter Balkanart seit Jahrhunderten gegenseitig ab, insofern waren die Morde von Srebrenica nichts Besonderes. Auch die bosnischen Moslems haben Serben oder Kroaten umgebracht, wo immer es ihnen möglich war. All dies ist das traurige Ergebnis des völkischen Flickenteppichs in Südosteuropa, wo die Menschen niemals Jugoslawen wurden, sondern immer Serben, Kroaten, Slowenen, Bosnier oder was auch immer geblieben sind.
Wenn es der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ ernst wäre mit ihrem Anliegen, hätte sie in diesem Frühjahr, in diesem Sommer, Gelegenheit gehabt, einem tatsächlichen Völkermord zu gedenken – und zwar der Vertreibung von 12 Millionen und der Ermordung von zweieinhalb Millionen Deutschen während ihrer Vertreibung aus ihrer Heimat. Allein die Jugoslawiendeutschen hatten fast 100 000 Tote zu beklagen. Und nicht nur Männer im wehrfähigen Alter, wie in Srebrenica, sondern hauptsächlich Frauen und Kinder. Zehntausende deutscher Soldaten, aber auch Russen, Kosaken und Kroaten, die auf Seiten der deutschen Wehrmacht im zweiten Weltkrieg kämpften und in Gefangenschaft der Tito-Kommunisten gerieten, wurden bestialisch ermordet, mit Stacheldraht gefesselt in Karsthöhlen eingemauert usw.
Alleine für die Auslöschung der Donauschwaben und anderer deutscher Volksgruppen im ehemaligen Jugoslawien könnte die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ 200 000 Schuhe auftürmen. Aber Deutsche haben in dieser BRD keine Lobby.