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18.08.2010

Lesezeit: etwa 7 Minuten

Aufschwung oder Ausstieg!

Der Aufschwung ist da, hört man allenthalben. Die höchste Steigerung des Bruttosozialproduktes in den letzten Jahrzehnten haben „wir“ geschafft. Angesichts einer derart untätigen und arbeitsunwilligen Regierung, wie dem Kabinett Merkel, könnte man jedoch auf den Gedanken kommen, es bedürfe gar keiner Regierung mehr, die Republik dümpelt dahin, unabhängig davon, wer oder ob überhaupt jemand im Kanzleramt sitzt. Ein wirtschaftlicher Aufschwung ist nur dann etwas wert, wenn er der breiten Masse des eigenen Volkes zugute kommt. Das ist gegenwärtig nicht der Fall. Der „Aufschwung“ hat in erster Linie seine Gründe im Investitionsstau der letzten Jahre. Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, daß dieser „Aufschwung“ keinesfalls dauerhafter Natur sein wird. So stehen über der wirtschaftlichen Situation der USA wieder (oder besser: immer noch) dunkle Wolken und auch China fürchtet sich vor Immobilienkrisen und anderen Begleiterscheinungen des ungesunden Wachstums der letzten Jahre. In Europa, genauer: im Euro-Raum ist durch das Griechenland-Rettungspaket und das Euro-Rettungspaket zwar zunächst Ruhe erkauft worden für die nächsten zwei Jahre, aber Rettung wäre etwas anderes. Die Probleme in Griechenland oder in Spanien sind ja nicht aus der Welt. Im Gegenteil – die binnenwirtschaftliche und politische Situation in Griechenland verschärft sich zusehends und konterkariert damit die finanziellen Konsolidierungsbemühungen der dortigen Regierung. In Spanien betrug das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal indiskutable 0,2 Prozent. Damit treibt das Land immer weiter in die Krise, da die für den Schuldendienst nötigen Mittel nicht mehr aus eigener Kraft erwirtschaftet werden können. Ohne den „Rettungsschirm“ wäre Spanien am Ende. Nunmehr ist auch Irland wieder ins Gerede gekommen. Die Nettokreditneuaufnahme im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt soll in diesem Jahr auf unglaubliche 20 Prozent steigen. Um es nochmals deutlich zu sagen. Mit dem „Griechenland- und dem Euro-Rettungsschirm“ wird nicht Griechenland oder der Euro gerettet, sondern die Großbanken.
Natürlich handelt die slowakische Regierung richtig, wenn sie slowakische Zahlungen in die „Rettungsschirme“ verweigert. Und man kann sich nur über die Chuzpe des EU-Bonzen Rehn wundern, wenn er der Slowakei vorwirft, sie würde sich nicht an Vereinbarungen halten. Das Gegenteil ist doch der Fall. Nur durch einen währungspolitischen Staatsstreich ist es den Verrätern in den EU-Mitgliedsstaaten und der Brüsseler Mafiazentrale gelungen, bestehendes Recht außer Kraft zu setzen, wonach es eben keinen „Länderfinanzausgleich“, keine „Rettung“ geben darf – und zwar im Interesse eines stabilen Euro.
Tatsache ist, daß das internationale Finanzsystem alle Probleme erst verursacht hat und auch die Euro-Einführung in dieses gnadenlose Spiel der Umverteilung gehört.
In den Talkshows und anderen Medien sitzen immer noch dieselben Figuren, die uns den Wahnsinn einbrockten und beschuldigen sich gegenseitig, die Probleme verursacht zu haben, um danach mit den „alten Zöpfen“ zu argumentieren, die längst abgeschnitten gehören. Auf diese Weise werden wir immer weiter im Morast der Absurdität versinken. Die Argumentationen der „Ahnungslosen“ oder „Söldner“ in den politischen offiziellen Statements drehen sich nur um den unbedingten Erhalt der bestehenden Systeme, die aber dringend als Fehlentwicklung erkannt werden müssen. Es wird so dargestellt, als gäbe es zum „EU-Geschwür“ keine Alternative.

Griechenland war nur ein Ablenkungsmanöver.
Es geht nicht um Griechenland, sondern um alle EU-Staaten. Vor der Euroeinführung gab es in den Verträgen von Maastricht sogenannte Konvergenzkriterien, die grundsätzlich als unverrückbar festgeschrieben wurden. Dieser Stabilitätspakt der Währungen, nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank, war klar strukturiert. Die Verschuldungsquote eines Staates darf 60% des Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten und die Neuaufnahme weiterer Kredite ist auf 3% pro Jahr begrenzt. Diese Zahlenkombination entstand unter der unsinnigen Annahme, daß man von einem dauernden durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 5% pro Jahr ausgeht, denn dann würde bei einer 3%-igen Erhöhung der Schulden die bestehende Kreditquote eines Staates von 60% erhalten bleiben.

Es sprengt das Vorstellungsvermögen, daß es viele verantwortliche Politiker und Wirtschaftsexperten gab, die tatsächlich an diesen Unfug glaubten, denn es gibt kein unendliches Wachstum und darauf haben viele normal denkende Sachverständige, wie Prof. Wilhelm Hankel und andere hingewiesen. Es kam, was kommen mußte. Man löste den Stabilitätspakt auf und somit die genannten Kriterien und nannte das mit heißer Nadel gestrickte Papier „Stabilitäts- und Wachstumspakt“. Damit war der Untergang des Euro schneller eingeleitet, als es sich die Euro-Gegner Hankel, Starbatty usw. vorstellen konnten. Die Orgie der Umverteilung von Arm auf Reich soll natürlich immer solange wie möglich laufen, koste es, was es wolle.

Heute können wir festhalten, daß eigentlich alle EU-Staaten pleite sind. Griechenland war und ist lediglich das Land, welches medial herhalten muß. Italien, Portugal, Spanien, Irland, ja selbst Frankreich und Deutschland könnten ebenso in Sondersendungen und Zeitungen diskutiert werden, wenn sie ihre Zahlen vorlegen würden. Man kann es nur als Doppelmoral bezeichnen, wenn jemand, der 10 Euro unterschlägt mit dem Finger abwertend auf einen anderen zeigt, weil dieser 100 Euro unterschlagen hat.
Wir müssen endlich erkennen, daß verschiedene Währungen notwendig sind, wenn die Interessen der Menschen in Europa berücksichtigt werden sollen. Stattdessen wird die politisch-mediale Klasse nicht müde, uns das Gegenteil zu propagieren, da sie das Banken- bzw. Geldmonopol zu vertreten haben und nichts anderes! Diese Finanzlobby hat die Staaten quasi gezwungen, Billionen Euro zur Rettung der Institute auf Steuerzahlerkosten zu zahlen und wenn sich heute der IWF (Internationaler Währungsfonds - übrigens auch eine Bank) hinstellt und die marode Kassenlage der Staaten anklagt und dringende Sanierungsmaßnahmen fordert, ist das eine Beleidigung selbst mittlerer Intelligenz. Warum denkt die Mehrheit der Deutschen nicht mehr über solche offensichtlichen Gaunereien nach? Warum vertraut man denen, die für den bespiellosen Niedergang unseres Landes, des Lebensstandards von Millionen Deutschen verantwortlich sind? Ist es nur die Wirkmächtigkeit der Systemmedien, die unvergleichliche Verlogenheit, Heuchelei und Verderbtheit der politischen Klasse? Ist es Furcht, ist es die Angst, sich ins Abseits zu stellen? Es sind doch zig Millionen Deutsche, die sagen, so kann es auf keinen Fall mehr weitergehen. Als vor einigen Jahren die NPD die Wiedereinführung der D-Mark forderte, konnten sich die meisten Deutschen das nicht vorstellen. Heute wird diese Möglichkeit in den Systemmedien diskutiert. Die Tretmühle des Geldsystems dreht sich seit Einführung des Euro (natürlich in Verbindung mit dem verzinsten Geldsystem) immer schneller, bis auch die letzten Leistungsträger herausfallen.

Europa braucht dringend wieder regionale Währungen.

Nur dann können die einzelnen verschiedenen mentalen Eigenheiten, aus denen unterschiedliche Wirtschaftsleistungen resultieren, angemessen berücksichtigt werden, indem die Differenzen mit gegenseitigen Auf- oder Abwertungen gesteuert werden können. Unser wunderbarer Kontinent Europa kann nur dann seine vielfältige Kultur erhalten, wenn er den gierigen Klauen des Großkapitals und deren Vasallen in Politik und Medien entrissen und den Völkern, den Europäern, wiedergegeben wird.
Als Weg dorthin muß jeder Einzelne anfangen, autark zu denken und – wenn möglich – auch zu leben. Der Möglichkeiten gibt es – vor allem auf dem Land - viele: Nahrungsmittel aus der Region kaufen oder selber erzeugen, eigene alternative Energiegewinnung oder in kommunalen Projekten, Vermögenssicherung durch Erwerb von Ackerland, Wald, Fischteichen u.ä., feste Gemeinschaften bilden, die sich gegenseitig helfen, sich frei machen, von den Zumutungen einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Jeder muß nur mit dieser immer noch möglichen Freiheit umzugehen lernen! Man kann auch in einer unwürdigen Zeit wie dieser ein anständiges Leben führen.
Das Ziel muß sein, daß die einzelnen autarken Länder einer neuen europäischen Gemeinschaft im Rahmen komplett veränderter regionaler Finanzsysteme, einen sinnvollen Warenaustausch betreiben, der arbeitsteilig vernünftig aufgestellt ist. Die politische Idee muß ein europäischer Nationalismus sein, der sich der Bedeutung der unterschiedlichen Völker und Kulturen unseres Kontinents bewußt ist. Für Kosmopoliten, Ein-Weltler, Weltbürger und andere Spinner und Internationalisten ist dann immer noch Platz auf der multikulturellen Sondermülldeponie jenseits des Altlantik.
 

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