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23.09.2011

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Heuchelei, Doppelmoral, Lüge

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Wir erinnern uns: die albanische Terrororganisation UCK, die auch in der organisierten Kriminalität ihre Finger hat, terrorisierte Ende der neunziger Jahre in der serbischen Provinz Kosovo die angestammte serbische Zivilbevölkerung, überfällt einsam gelegene Höfe, ermordet ganze Familien. Die Albaner wollten die Macht in dieser Provinz übernehmen, nachdem sie innerhalb der letzten 50 Jahre durch Geburtenüberschuß und Einwanderung die Bevölkerungsmehrheit im Kosovo stellen.
In völliger Umkehr der Realitäten schob die „westliche Wertegemeinschaft“ den Serben die alleinige Schuld am Kosovo-Konflikt zu. Der damalige Bundesverteidigungsminister Scharping präsentierte den so genannten „Hufeisenplan“, mit welchem die Serben das Kosovo angeblich ethnisch säubern wollten, der sich später als Schwindel herausstellte. Die NATO begann mit Beteiligung der Bundesluftwaffe den Krieg gegen Serbien. Nach der Niederlage der Serben übernahmen die Terroristen und Kriminellen der albanischen UCK die Macht im Kosovo. Sie erklärten das Gebiet für unabhängig. Daraufhin wurde dieses Gebilde von den USA und ihren Vasallen, darunter der BRD, als Staat anerkannt. Seither lebt dieser „Staat“ zum großen Teil von Überweisungen der Europäischen Union.
 
Wir halten also fest: eine ethnische Minderheit sprengt eine Provinz eines souveränen Staates mit militärischer Hilfe der „westlichen Demokratien“ vom Staatsverband ab, ruft einen Staat aus und dieser wird von den „westlichen Demokratien“ sogleich anerkannt.
 
Im Jahre 1947 sah der Teilungsplan der Vereinten Nationen eine Zweistaatenlösung für das ehemalige britische Mandatsgebiet Palästina vor: ein jüdischer und ein arabischer Staat. Dazu ist es bisher bekanntlich nicht gekommen, weil der Judenstaat die den Palästinensern zugesprochenen Gebiete besetzte, die arabischen Einwohner in den übervölkerten Gaza-Streifen und das Westjordanland vertrieb. Das Westjordanland wurde und wird von jüdischen Landräubern zersiedelt und auf arabischem Land eine gigantische Sperrmauer errichtet, die landwirtschaftliche Flächen und ganze Dörfer zerteilt. Trotzdem möchten die Palästinenser jetzt das Versprechen von 1947 einlösen und ihr Recht auf Selbstbestimmung in Anspruch nehmen. Und siehe da, die „westlichen Demokratien“, allen voran die USA und ihr Hauptvasall BRD, versuchen dies zu verhindern.
 
Wir halten also fest: ein Volk besetzt mit militärischer Unterstützung der „westlichen Demokratien“ das vorgesehene Staatsgebiet eines anderen Volkes. Nach Jahrzehnten der Besetzung will dieses Volk auf seinem nunmehr stark geschrumpften Gebiet einen eigenen Staat gründen. Die „westlichen Demokratien“ wollen dies verhindern.
 
Die Doppelmoral der „westlichen Demokratien“ ist auch im Libyenkrieg schwer zu ertragen. So wurden die NATO-Lufteinsätze auf Seiten der Anti-Ghaddafi-Rebellen mit dem Schutz der Zivilbevölkerung nur schwach bemäntelt. Warum greifen die NATO-Kampfflugzeuge immer noch in die Gefechte zwischen Ghaddafi-Getreuen und deren Gegner ein, wo doch der Diktator gestürzt ist? Denn warum greift man in Syrien oder im Jemen nicht ein, vom Massenmorden im Kongo und anderswo ganz abgesehen? Auch in Libyen haben die „westlichen Demokratien“ ihre Kriegsverbündeten umgehend als rechtmäßige Regierung anerkannt, ungeachtet der altmodischen Vorstellung, daß Regierungen doch eigentlich nur nach freien, gleichen und geheimen Wahlen legitimiert sind. Bis vergangenes Jahr war Ghaddafi noch ein wohlgelittener „Partner“ der „westlichen Demokratien“, die in Libyen renitente „Terrorverdächtige“ foltern ließen. Dummerweise wollte Ghaddafi aber sein Öl nicht mehr für wertlose Dollarscheine abgeben, sondern plante einen Golddinar. Für die Ostküste der Grund, ihn auszuschalten.
 
Wir halten also fest: Die „westlichen Demokratien“ akzeptieren Menschenrechtsverletzungen, sofern sie den eigenen Interessen dienen. Als politischer Kampfbegriff wird die „Menschenrechtsverletzung“ aber gegen unbotmäßige Staaten und Regime verwendet.
 
Die Frage ist, geht es noch schäbiger, geht es noch heuchlerischer? Schämen sich die Verantwortlichen diesseits und jenseits des Atlantiks überhaupt nicht mehr? 
Heuchelei, Doppelmoral, Lüge und Zynismus – die Scheindemokraten fürchten zurecht die argumentative Auseinandersetzung mit der NPD.

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