Die Bundeszentrale für politische Bildung gibt ein kostenloses „Jugendmagazin“ mit Namen „fluter“ heraus. Die Ausgabe Nr. 42 drehte sich vollständig um das Thema „Nazis“. An sich nichts Besonderes im hysterischen und alarmistischen Politklima in diesem Land. Ein eigener Artikel beschäftigte sich mit der Sprache der historischen „Nazis“ und die Verwendung von bestimmten Begriffen und Redewendungen in der Gegenwart.
Unvergessen ist das Hochschnellen der öffentlichen Erregungskurve, als die ZDF-Fernsehmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein während der Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren bei einem Treffer von Miroslav Klose den Begriff „innerer Reichsparteitag“ verwendete. Die veröffentlichte Meinung war sich schnell einig, welche Begriffe nicht verwendet werden dürfen („Autobahn, das geht gar nicht ….“). Typische Nazibegriffe seien – nachzulesen im „fluter“ – biologische Metaphern, wie „Ratten“ oder entsprechende Allegorien aus der Schädlingsbekämpfung, wie „ausmerzen“. Die selbsternannten „Demokraten“ in diesem Land, die gesamte politisch-mediale Klasse verwendet jedoch in ihrem „Kampf gegen rechts“ genau die gleiche – angeblich menschenfeindliche –Diktion. Im „Kampf gegen rechts“ ist der Stürmer-Jargon durchaus wieder salonfähig geworden. Aus dem NS-Propagandafilm „Der ewige Jude“ stammt der berüchtigte Vergleich von Juden mit Ratten, die eine Plage seien. Diesen Begriff nahm die „BILD“-Edelfeder, der Kolumnist Franz-Josef Wagner auf, als er nationale Demonstranten als „Nazi-Ratten“ bezeichnete, die „ins Arbeitslager“ verfrachtet werden müßten. Einmal in Fahrt phantasierte er über die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag als „braunes Abgeordneten-Pack“, als „Arschlöcher“, die er am liebsten mit einem Baseballschläger bei der nächsten Fraktionssitzung besucht hätte.
Der Noch-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Peter-Harry Carstensen (CDU) bezeichnete nationale Bürger als „Schmeißfliegen“, die aus den Parlamenten ferngehalten werden müßten. „Rechte“, so der Christdemokrat, „sind Maden, die im faulen Fleisch der Gesellschaft wachsen.“ Für den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günter Beckstein sind nationale Bürger Verbrecher, die ins Gefängnis und nicht in die Parlamente gehörten. Auch für den früheren Judenvorsteher von Nürnberg, Arno Hamburger, sind nationale Bürger Verbrecher. Abschaum, Pöbel, Gesindel, Sumpf, Mob, Gesocks, Pack, Bande, Kriminelle, Bodensatz, Horde, Dumpfbacken usw. – alles versehen mit dem Attribut „braun“ – gehört zum Standardvokabular „demokratischer“ Politiker und Journalisten, wenn sie sich über nationale Bürger und Organisationen äußern. „Rechtsextremes Gedankengut“ habe nach Meinung von Andreas Franke von den „Nürnberger Nachrichten“ in den Städten nichts zu suchen – und schon gar nichts in einem „demokratischen“ Parlament, weshalb entsprechende politische Gruppen verboten gehören.
Der Karikaturist Haitzinger meinte am 25. Januar 2005 in der Münchner „Abendzeitung“ die NPD und ihre Mitglieder als Ratten kennzeichnen zu müssen, als er einen bösartigen Nager mit der Rückenaufschrift „NPD“ zeichnete.
Und während der erwähnte Wagner nationalen Menschen ein „Gehirn wie Eintagsfliegen“ bescheinigte, unterstellte der Karikaturist Tomicek im „Coburger Tageblatt“ NPD-Mitgliedern überhaupt kein Gehirn zu haben. Erstaunlicherweise versucht die politisch-mediale Klasse nicht den daher eigentlich mühelos möglichen Beweis anzutreten, daß dies tatsächlich so ist. Denn warum werden in den zahllosen Talk-Shows der diversen Fernsehsender nicht NPD-Vertreter zum Verbotsverfahren oder gar wegen der angeblichen Taten der „Terrorzelle“ zur Rede gestellt? Ja, warum werden Moderatoren in den Fällen, in denen es unumgänglich ist – nämlich nach Erfolgen bei Landtagswahlen – besonders geschult, wenn es sich bei NPD-Mitgliedern um unterbelichtete Versager handeln würde?
Es handelt sich eben um einen politischen Vernichtungsfeldzug gegen eine gesamte politische Strömung. Und in diesem Vernichtungsfeldzug wird von der politisch-medialen Klasse eine Tendenz zu physischen Vernichtungsphantasien nicht einmal entgegengetreten. Der Aufruf „Nazis schlachten“, der an Scheunen oder Mauerwänden zuweilen zu lesen ist, ist scheinbar normal. Die Vernichtungsträume der „Kämpfer gegen rechts“ sind aber nicht nur in den Reihen der linksextremistischen Schlägerbanden zu finden, sondern auch bei ganz „normalen“ Gutmenschen, wie ein Vorfall aus dem vergangenen Jahr in Leipzig belegt. Um eine Veranstaltung nationaler Bürger am Völkerschlachtdenkmal zu verhindern, führten politisch korrekte Gutmenschen trotz Verbots durch Stadt und Verwaltungsgericht dort eine „Kreidemalaktion“ durch, bei der so phantasievolle Parolen wie „Leipzig nimmt Platz“, „Meine Stimme gegen Nazis“ oder „Bunt statt braun“ auf den Parkplatz vor dem Völkerschlachtdenkmal gemalt worden. Die Aktion stand unter der Schirmherrschaft des notorischen Gutmenschen Sebastian Krumbiegel von der Musikgruppe „Die Prinzen“ und des Leipziger Künstlers Michael Fischer-Art. Dessen Kinder gewährten einen netten Einblick in die Gedankenwelt der humanistischen Geister – Kindermund tut Wahrheit kund, sozusagen.
„ toter Nazi“ - die vollständige Parole war in der „Leipziger Volkszeitung“ leider nicht mit abgelichtet. Er läßt sich aber unschwer erraten und erinnert an den berühmten Ausspruch des Oberbefehlshabers des US-Heeres Philip Sheridan: „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“. In seinem Einsatz gegen indianische Völker ließ er die Grundlage ihrer Existenz, die Büffelherden, systematisch vernichten und Dörfer niederbrennen. Er war u.a. verantwortlich für den Überfall auf das Indianerdorf am Washita am 27. November 1868, bei dem die schlafenden Indianer überfallen und 100 Cheyenne zusammen mit Frauen und Kindern getötet wurden. In grenzenlosem, von linkslastigen Medien aufgeputschtem Haß auf Andersdenkende übernimmt man sogar die Terminologie derjenigen, die den Genozid am amerikanischen Volk zu verantworten haben. Zufall? Eher nicht. Es gehört zu den Hauptkennzeichen von universalistischen, von internationalistischen Ideologien, Religionen und Weltanschauungen, daß sie ihre Gegner, daß sie Diejenigen, die ihnen im Wege sind, physisch vernichten. Da dies in der BRD des Jahres 2012 nicht mehr so einfach geht, verlegt man sich auf Rufmord, auf gesellschaftliche Ausgrenzung und Ächtung. Das mag noch eine Weile gut gehen, aber der Blick über die Grenzen in unsere Nachbarländer Österreich, Frankreich oder die Niederlande zeigt, daß nichts bleiben wird, wie es ist.